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Modenschau zum 50-jährigen Bestehen des Kardinal-von-Galen-Hauses

Mit vielen Überraschungen

Kardinal-von-Galenhaus feiert 50-jähriges Bestehen

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HERTEN-LANGENBOCHUM - Ein einziges Dankeschön sollte die Feier zum 50. Geburtstag des Kardinal-von-Galen-Hauses an der Hahnenbergstraße werden. Sie wurde es – und noch viel mehr. Mehrere Hundert Menschen, darunter Bewohner, Angehörige, Mitarbeiter, Nachbarn und Freunde begeisterten sich für einen schönen Tag mit vollem Programm in und an der Einrichtung des Caritasverbandes.

Zum Sektempfang nach dem Gottesdienst gab es einige Grußworte: Bürgermeister Fred Toplak hielt genauso eine kurze Rede wie Caritas-Geschäftsführer Matthias Müller, Heimleiter Bernd Raspel und der ehemalige Bürgermeister Willi Wessel. Ein aufrichtiges Dankeschön und viel Lob gab es von Müller und Raspel für das weit über das dienstliche hinausgehende Engagement der Mitarbeiter und Ehrenamtlichen sowie für das Vertrauen, das Menschen zeigten, als sie das Haus für sich oder Angehörige als ein neues Zuhause aussuchten. An längst vergangene Zeiten erinnerte sich Willi Wessel. Er wohnte im Jahr 1952 hier, als das Haus noch ein Berglehrlingsheim war. Und als ob seit dem nicht 66 Jahre vergangen wären, kannte Wessel die räumlichen Gegebenheiten noch sehr genau. Doch die Geschichte des Hauses ist noch älter. Vor dem Lehrlingsheim stand an der Stelle ein Lager für Kriegsgefangene, die hier auf unmenschliche Weise gehalten und zur Arbeit auf Schlägel & Eisen gezwungen wurden. „Als die Kirche das Haus im Jahr 1969 übernahm“, weiß Bernd Raspel, „sah es Pfarrer Schotte als Aufgabe, an diesem Ort, an dem so viel Schlimmes passiert war, wieder etwas gut zu machen.“ Das ist gelungen: Das Kardinal-von-Galen-Haus hat bei Bewohnern und Angehörigen einen sehr guten Ruf. Eine geringe Fluktuation beim Personal spricht dafür, dass sich auch die Mitarbeiter wohlfühlen. „Man bleibt hier meist bis zur Rente“, sagt der Heimleiter.

An blühende Zeiten des Bergbaus erinnerte dann das Männerquartett Schlägel & Eisen, fetziger weiter ging es mit den „Friends of Dixieland“. Danach lockte das mediterrane Büffet sowie der Würstchenstand und zum Nachtisch sang der Scherlebecker Frauenchor Chorus Female. Mit viel Humor und Jonglierkunst unterhielt Philipp Dammer auf spaßige Weise.

Selbst „Angela Merkel“ (Ingrid Schulkowski) ließ es sich nicht nehmen, zum Jubiläum zu gratulieren. Sie reiste mit der Kutsche an, während „Prinzessin Beatrix der Niederlande“ (Annegret Spiekermann) mitgebrachte Käsehäppchen verteilte. „Astro Alex“ alias Wolfgang Emig hatte zweifellos die längste Anreise zum Fest. Er kam aus dem All mit Sternenstaub im Gepäck. Was man so im Laufe der vergangenen 50 Jahre trug, präsentierten Heimmitarbeiter passend zur Musik dieser Zeit. „Ein Hoch auf uns“ sang schließlich der Chorus Female und goldene Luftballons stiegen zum Abschluss des gelungenen Festes in den blauen Himmel.

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