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Pit und Fuhrmann Stanislav Ledwon rücken Baumstamm um Baumstamm zur Abholstelle.

Westerholter Wald

Großes Interesse an Rücke-Pferden

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HERTEN - Seit ein paar Tagen sind im Westerholter Wald sogenannte Rücke-Pferde im Einsatz. Carlo Graf von Westerholt lud daher Interessierte ein, sich die Arbeit der Vierbeiner einmal anzusehen. Die Resonanz war groß.

Carlos und Pit, zwei imposante Kaltblüter, sind momentan dabei, nicht weniger imposante Baumstämme aus dem Unterholz des Westerholter Waldes zu ziehen.

„Genau genommen ziehen die Pferde nicht die Stämme, sondern sie drücken im Geschirr nach vorne und schieben eher“, erklärte Elmar Stertenbrink beim Rundgang. Der gelernte Forstwirt besitzt eine Fuhrhalterei in Erkrath und ist mit Pit und Carlos sowie den „Rückern“ Stanislav Ledwon und Harald Henßen bereits das zweite Mal in Westerholt.

Erweiterung der „Ruhestätte Natur“

Waldbesitzer Carlo Graf von Westerholt möchte hier seinen Bestattungswald, die „Ruhestätte Natur“, erweitern. „Und die schonendste Methode ist der Einsatz der Rücke-Pferde“, sagt Graf Westerholt. Um die Arbeit auch einmal der Öffentlichkeit zu präsentieren, lud er zu einem Rundgang ein. Knapp 40 Interessierte waren der Einladung gefolgt. Elmar Stertenbrink erläuterte zunächst den Aufbau des Waldes und dass dieser so viel Schonung benötigt, wie eben möglich ist. „Der Waldboden baut sich in Schichten auf. Große Maschinen zerdrücken die Schichten.“ Nährstoffe könnten so nicht mehr von den Pflanzen genutzt werden. Die Gruppe beobachtete schließlich die beiden Rückepferde mit ihren jeweiligen Fuhrmännern bei der Arbeit. Nach und nach „rückten“ die beiden Duos Stamm um Stamm zu einer Abholstelle. Dort wartete bereits "Felix“, der Spezialtransporter brachte das Holz schließlich zu den Hauptwegen, wo es von Lastwagen abtransportiert wird.

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