Wochenmarkt

Stimmung bei den Markthändlern ist gereizt

HERTEN - Die Stimmung war gereizt in der Tiönsklause. Vertreter der „Deutschen Marktgilde“ waren da, um den Händlern des Wochenmarkts ihr Konzept vorzustellen. Bekanntlich hat die Stadtverwaltung Organisation und Verwaltung des Marktes - Dienstag und Freitag im Schatten der St.-Antoniuskirche - mit dem Segen des Stadtrates in die Hände des privaten Unternehmens gelegt.

Kontakt zur Deutschen Marktgilde hat die Stadtverwaltung schon seit 2014. Bürgermeister Fred Toplak forcierte den Plan, den Markt zu privatisieren, da dessen Attraktivität in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Er hofft, dass die Deutsche Marktgilde neue Händler mit zusätzlichen Sortimenten nach Herten holt und es vielleicht sogar schafft, den Wochenmarkt auf den Antoniusplatz auszudehnen, um somit die Innenstadt zu beleben.

„Wir sind keine Heuschrecken, sondern empfinden uns als Kümmerer“, versicherte Prof. Dr. Gerhard Johnson, Sprecher des Vorstands der Marktgilde, den Händlern. Er stellte Martin Rosmiarek vor: Der Diplom-Kaufmann ist für den Hertener Wochenmarkt zuständig. Ziel sei es, ein rundum attraktives, hochwertiges Warenangebot zu präsentieren. Auf keinen Fall wolle man Ramsch-Händler integrieren.

Der Markt solle insgesamt interessanter werden, zum Beispiel durch verbrauchsfertige Snacks und Salate (sogenanntes Convenience-Food) und Imbiss-Stände, die mit Tischen und Bänken zum Verweilen einladen. Geplant seien Sonderaktionen und Thementage, etwa zu Ostern, Weihnachten, Erntedank etc. Auch Kindergärten und Vereine sollen einbezogen werden. Die Stadt erhalte von der Marktgilde eine Platzmiete, Händler hingegen zahlen ihre Standgebühren künftig an die Gilde: Vertragshändler 1,18 Euro pro Quadratmeter, Tageshändler 1,80 Euro pro Quadratmeter. Zudem werden Rabatte und Sonderkonditionen eingeräumt. „Ich sage zu, dass die Preise für zwei Jahre beibehalten werden“, sagte Prof. Johnson. Die Markthändler nahmen das skeptisch auf.

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