Wohnungsbrand

Großeinsatz geht glimpflich aus

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HERTEN-SÜD - Einen Großeinsatz hatte die Feuerwehr am frühen Mittwochmorgen, 10. April, an der Ewaldstraße in Herten-Süd. An der Fassade des Anbaus eines Mehrfamilienhauses war ein Feuer ausgebrochen. In dem Anbau schliefen drei Erwachsene und drei Kinder. Ein Feuerwehrmann klopfte laut an die Terassentür und weckte dadurch die Bewohner, die das Gebäude selbstständig und unverletzt verlassen konnten.

Um 2.02 Uhr wurden die Einsatzkräfte alarmiert. "Zunächst hieß es, dass in einem Hinterhof ein Zaun brennt", berichtet Einsatzleiter Hans-Georg Lauer. Vor Ort stellten die Feuerwehrleute jedoch fest, dass das mitnichten der Fall war: Die mit Holz verkleidete Fassade eines Anbaus eines Mehrfamilienhauses brannte. Weitere Einsatzkräfte wurden angefordert und eilten herbei.

"Ein Kollege lief durch das Treppenhaus auf das Flachdach des Anbaus, dann auf die Terasse und klopfte von außen an die Scheibe. Dadurch hat er die Bewohner geweckt", sagt Hans-Georg Lauer. Da der Brand noch nicht ins Innere übergegriffen hatte und der Anbau daher rauchfrei war, konnten die Bewohner - ein Mann, zwei Frauen und drei kleine Kinder - das Gebäude selbstständig verlassen.

Zwei weitere Menschen mussten aus ihrer Wohnung im Untergeschoss des dreigeschossigen Haupthauses raus. Die anderen elf Bewohner in den oberen Stockwerken hätten ihre Wohnungen nicht verlassen müssen, da sie nicht in Gefahr waren, so der Einsatzleiter. Insgesamt wurden fünf Erwachsene und drei Kinder vom Rettungsdienst versorgt und vom Notarzt untersucht, seien aber alle unverletzt gewesen. Trotz des Schreckens, mitten in der Nacht von einem Feuerwehrmann geweckt zu werden und das Zuhause verlassen zu müssen, hätten die Menschen sehr gefasst auf ihn gewirkt, so der Einsatzleiter.

Parallel bekämpften fünf Trupps unter Atemschutz das Feuer - drei löschten von außen die Fassade, zwei weitere waren auf dem Dach des Anbaus, auf das die Flammen mittlerweile auch übergegriffen hatten. "Wir haben mit der Motorsäge das Dach aufgeschnitten, um zu kontrollieren, ob sich darin Glutnester befinden", erläutert Hans-Georg Lauer. Das sei auch der Fall gewesen, die Glutnester wurden abgelöscht.

Insgesamt waren 30 Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Herten und des Löschzugs Herten-Mitte der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz, der gegen fünf Uhr beendet war. Die Schadenshöhe schätzt die Feuerwehr auf 30.000 Euro, da auch die Fassade des Haupthauses in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Ursache für den Brand ist unklar. Das Fachkommissariat für Branddelikte der Kriminalpolizei hat den Anbau noch in der Nacht beschlagnahmt, um die Brandursache zu ermitteln. Die Bewohner des Anbaus konnten daher nicht in ihre Wohnung zurückkehren, sie kamen allerdings bei Verwandten unter, berichtet Hans-Georg Lauer.

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