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Manche Stellen, an denen die „Erkundungsbohrungen“ auf dem Zechensportplatz von einer Fachfirma durchgeführt wurden, sind noch gut zu erkennen.

Zechensportplatz Backumer Straße

Bebauung rückt einen Schritt näher

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HERTEN - Auf dem ehemaligen Zechensportplatz an der Backumer Straße wurde jetzt der nächste Schritt in Richtung einer möglichen Bebauung eingeleitet. Die 11.573 Quadratmeter große Fläche gehört dem Eon-Konzern.

Der hatte in den vergangenen Monaten einer Firma die Erlaubnis zum Be- und Entladen von Bau-Materialien und Schutt erteilt – zum Ärger der direkten Anwohner, die sich in unserer Zeitung über Lärm und Dreck beschwert hatten.

Die „Zwischenlösung“, wie es im Mai dieses Jahres auf Nachfrage aus der Pressestelle des Energiekonzerns hieß, ist beendet. In den vergangenen Tagen rollte dennoch eine Zeit lang schweres Gerät über den ehemaligen Sportplatz. Eine Fachfirma führte dort sogenannte „Erkundungsbohrungen“ durch. Unter dem Areal verläuft nämlich die „Vestische Klüftungszone“ – eine natürliche geologische Störung. „Die haben wir durch die Firma erkunden lassen. Wir wollen wissen, wo genau die Klüftungszone liegt und wo sie lang führt“, erklärt Eon-Pressesprecher Dr. Christian Drepper.

Vorbereitende Maßnahme

Die Bohrungen sind eine weitere vorbereitende Maßnahme für eine mögliche künftige Bebauung des Areals. Darüber hinaus war im Vorfeld auch der Kampfmittelräumdienst bereits vor Ort, um das Gelände nach übrig gebliebenen Bomben-Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg abzusuchen.

Schon im Mai hieß es aus der Eon-Pressestelle, dass man bezüglich der künftigen Nutzung Gespräche mit der Stadt Herten geführt habe. Die städtische Pressestelle bestätigte damals zwar die Gespräche, erteilte einer möglichen Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes an dieser Stelle aber eine klare Absage – die Stadt wolle stattdessen ein Lebensmittelgeschäft im Zentrum Langenbochums ansiedeln.

Die Bohrungen wurden Ende vergangener Woche abgeschlossen. Christian Drepper erläutert den weiteren Ablauf: „Wir warten im Moment die detaillierte Auswertung des Gutachters ab.“ Erst dann könne man weiter überlegen, was dort gebaut werden kann – und ob das überhaupt möglich ist. Drepper: „Mit Vorliegen des Gutachtens werden wir dann die Gespräche mit dem Stadtplanungsamt Herten aufnehmen.“

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