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Die 2017 installierte Sirene auf der Comeniusschule.

Warn-System

Diese Sirenen ertönen beim Probealarm in Herten: An zwei Orten bleibt es aber still

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Beim landesweiten Probealarm am 5. März werden in Herten wieder Sirenen ertönen. An zwei Orten bleibt es aus einem bestimmten Grund aber weiter still.

  • Die Stadt Herten hat 2017 mit dem Aufbau eines Sirenen-Systems begonnen.
  • Sechs Sirenen gibt es bereits.
  • Zwei weitere hätten eigentlich schon installiert sein sollen.

Beim landesweiten Probealarm am 5. März ertönen in Herten sechs Sirenen, eigentlich sollten es aber aucht sein. Das neue Warnsystem soll auf Unglücke und Störfälle hinweisen.

Die Städte in Nordrhein-Westfalen errichten ein neues Sirenen-System, um zum Beispiel nach einem Gefahrgut-Unglück, bei einer Bombenentschärfung oder bei anderen gefährlichen Vorfällen die Bevölkerung warnen zu können. 

2019 kam in Herten nur eine Sirene hinzu

Anfangs lief der Aufbau des neuen Warnsystems in Herten zügig: In den Jahren 2017 und 2018 ließ die Stadt Herten fünf Anlagen installieren. 

Doch aktuell gibt es einen kleinen „Durchhänger“. Im Jahr 2019 kam nur eine Sirene hinzu, die das Deutsche Rote Kreuz auf eigene Rechnung errichten ließ, und zwar auf dem Dach des DRK-Hauses an der Gartenstraße. 

Stadt Herten: Fachfirma ist überlastet

Ursprünglich wollte im Oktober 2019 auch die Stadt Herten noch zwei zusätzliche Sirenen in Betrieb nehmen: auf der Goetheschule in Disteln und auf der Waldschule in Langenbochum. 

Doch die Fachfirma ist überlastet, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Landauf, landab lassen zahlreiche Städte neue Sirenen-Systeme aufbauen. Daher sind die Kapazitäten der Unternehmen offenbar ausgeschöpft.

Drei weitere Sirenen werden in Herten noch installiert

Eigentlich war geplant, dass die beiden genannten Sirenen jetzt nachträglich installiert werden, damit sie beim landesweiten Probealarm am 5. März  „mitheulen“ können. Doch die Firma hat die Installation erneut verschoben: auf Mitte März.

Sechs Sirenen ertönen beim Probealarm in Herten.

Somit werden sie erst beim nächsten Test am 3. September 2020 aktiviert – wenn es nicht vorher zu einem Ernstfall kommt. Im Übrigen sollen in diesem Jahr noch drei weitere Sirenen installiert werden: auf dem Paschenberg (Ludgerusschule) sowie in Herten-Süd (Ewald-Gelände und Firma AGR). 

So ertönen jetzt erst einmal diese sechs Sirenen:

  • Comeniusschule (Scherlebeck)
  • früheres Westerholter Rathaus
  • Feuer- und Rettungswache (Herten-Mitte)
  • Hertener Stadtwerke (Herten-Süd)
  • Barbaraschule (Bertlich)
  • DRK-Haus (Herten-Mitte). 

    Unglück in Herten ist denkbar

In Herten ist ein Unglück mit Auswirkungen auf die Bevölkerung durchaus denkbar. Die Stadt ist umgeben von Kraftwerken (Gelsenkirchen, Herne, Marl) und durchzogen von Chemie-Pipelines, Güterbahnstrecken und Autobahnen. 

Auch von diversen Hertener Betrieben, in denen zum Beispiel mit Chemikalien gearbeitet wird, geht ein Störfall-Risiko aus. 

In den vergangenen sechs Jahren ereigneten sich nennenswerte Vorfälle zum Beispiel bei den Firmen Herta (Ammoniak-Austritt), CS Additive (Schwefelwolke) und Spedition Klaeser (ausgelaufenes Propanol).

Das könnte Sie auch interessieren: 

  • In Herten gibt es drei Unfallschwerpunkte. An einem kam es erneut zu einem Zusammenstoß.
  • Wegen eines Einkaufszentrums wurden jetzt 23 Bäume gefällt.
  • An anderer Stelle müssen zwei Rotbuchen weichen. Die Fällung ist aufseheenerregend.

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