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Auf diesem Gelände an der Annastraße soll die neue Kita gebaut werden.

Update: Abstimmung im Ausschuss für Schule und Jugend

Herten: "Sozialistische Erziehung" in der Kita? So hat die Politik entschieden

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Die Kita Annastraße in Herten-Westerholt soll endlich gebaut werden. Als Träger hatte die Stadt die „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ auserkoren, die dafür schon lange im Gespräch ist. Das lehnte die CDU jedoch ab. Nun ist die Entscheidung gefallen.

Update, 3. Juli:

Der Ausschuss für Schule und Jugend der Stadt Herten hat entschieden: Die "Falken" werden die Trägerschaft der Kita Annastraße in Herten-Westerholt übernehmen.  Die Organisation erhielt im Ausschuss mehrheitlich den Zuschlag - gegen die Stimmen der CDU. Zeitgleich wurde auch entschieden, dass das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Täger der neuen Kita an der Augustastraße in Herten-Süd wird.

Mehr zu den beiden Entscheidungen lesen Sie in der morgigen Ausgabe der Hertener Allgemeinen.

Unsere bisherige Berichterstattung:

Träger der Dort wurde jetzt die Entscheidung getroffen, wer künftig die noch zu errichtenden Einrichtungen an der Augustastraße (Herten-Süd) und an der Annastraße (Westerholt) betreibt. Im Sommer 2020 sollen beide starten

Hier die Details zur neuen Kita: 

  • Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude mit Platz für sechs Gruppen mit 125 Plätzen. Integriert werden Räume für ein Familienzentrum (Freizeit- und Beratungsangebote). 
  • Der Außenspielbereich ist 1555 Quadratmeter groß. 
  • Zur Annastraße und zur Heinrichstraße hin gibt es sieben Mitarbeiter-Parkplätze sowie für Eltern 21 Hol- und Bring-Parkplätze, Letztere entlang einer Durchfahrtstraße. 
  • Für Eltern und Kinder, die mit dem Fahrrad, Laufrad oder Roller kommen, sind zur Storcksmährstraße hin 21 Abstellbügel für insgesamt 42 Fahrräder vorgesehen.
  • Die Kosten sind mit 2,9 Millionen Euro veranschlagt. 
  • Ende letzten Jahres hieß es, die Kita Annastraße solle spätestens am 1. August 2020 eröffnen.

CDU ist gegen Vergabe an die Falken  

Die CDU ist gegen eine Vergabe der Trägerschaft für die Kita Annastraße an die Falken. Als „Christdemokraten bekennen wir uns zwar ausdrücklich zur Trägerpluralität und begrüßen es, wenn Eltern möglichst die Wahl zwischen verschiedenen Kitas von unterschiedlichen Trägern und damit verbunden auch die Wahl zwischen unterschiedlichen pädagogischen Konzepten haben“, stellt CDU-Sprecher Matthias Waschk klar. „Die Falken scheinen uns jedoch kein geeigneter Träger einer Kita für Herten zu sein.“ 

Blick auf die Internetseite

Zu dieser Einsicht habe die CDU ein Blick auf die Internet-Seite der Falken geführt. Dort bekennen sich die Falken zu einer „sozialistischen Erziehung“. Besonders gestört haben die CDU die folgenden Passagen: „Sozialistische Erziehung heißt Erziehung für den Klassenkampf“ und „Sozialistische Erziehung ist für uns kein fertiges Konzept, sondern ein nie endender Prozess im Kampf gegen Herrschaft und Unterdrückung.“ 

Die Hertener CDU hält nach eigenen Angaben Erziehung zum Klassenkampf weder inhaltlich für akzeptabel noch für konsensfähig in der Hertener Stadtgesellschaft. Daher wolle die Fraktion im Ausschuss dagegen stimmen, dass die Falken Träger der Kita werden. Gleichwohl sei die CDU bereit, konstruktiv daran mitzuarbeiten, die angespannte Betreuungssituation in Herten zu verbessern.

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