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Dank zusätzlicher Schlösser

Einbrecher hatten keine Chance

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HERTEN - Es sollte ein gemütlicher Samstagnachmittag werden. Andreas Hebestreit ließ sich nach der Heimkehr auf dem Sofa nieder, schaltete den Fernseher ein – und bemerkte einen kühlen Windhauch im Nacken. Die böse Überraschung: In seiner Abwesenheit hatte sich ein Einbrecher an der Terrassentür zu schaffen gemacht. Letztlich erfolglos, aber mit roher Gewalt.

Das Erste, was dem Rechtsanwalt aus Herten-Süd durch den Kopf schoss: Während unten der Einbrecher versucht hatte ins Haus einzudringen, saß Hebestreits 16-jähriger Sohn im ersten Stockwerk vor dem Fernseher. Er selbst war von 12.45 Uhr bis 16.30 Uhr außer Haus. „Wer weiß, was passiert wäre, wenn die Tür nicht standgehalten hätte...“ Doch zum Glück haben die zusätzlichen Sicherheitsschlösser ihren Dienst getan.

Die hatte der 51-Jährige vor acht Jahren angebracht, als die Familie Opfer eines Einbruchs geworden war. Damals war es dem Täter gelungen, durch die Terrassentür ins Haus einzudringen und die Wohnräume zu durchwühlen. „Der gesamte Schmuck wurde gestohlen“, erzählt Hebestreit. Diesmal haben die nachträglich installierten Schlösser den Täter wohl so sehr behindert, dass er schließlich unverrichteter Dinge das Weite gesucht hat. Das sehen zumindest die Beamten von der Spurensicherung so, die den Tatort am Sonntagmorgen in Augenschein genommen haben. Sie loben die Sicherheitsmaßnahmen und betonen, dass es darauf ankomme, es Eindringlingen so schwer wie möglich zu machen. Meist suchten sie irgendwann das Weite, wenn sich das Aufbrechen von Türen oder Fenstern als zu langwierig erweist oder mit Lärm verbunden ist.

Andreas Hebestreit benachrichtigte gleich die Polizei, nachdem er den Einbruchsversuch entdeckt hatte. Die war eine Stunde später vor Ort. Nach dem Besuch der Spurensicherung am Sonntag wird er eventuell noch vom Opferschutzbeauftragten aufgesucht, der Betroffenen auf Wunsch zur Seite steht. Außerdem schaut der Bezirksbeamte vorbei. Bei ihm selbst kommt angesichts des gescheiterten Einbruchversuchs nur „Halbfreude“ auf, denn jetzt steht Rennerei in Sachen Versicherung und Reparatur an. „Und ich überlege, ob weitere Sicherheitsmaßnahmen möglich sind. Gut wäre es, wenn man die von außen sieht, damit Einbrecher gleich wissen, dass sie keine Chance haben.“ Nach derzeitigem Stand hat die Polizei am Samstag keine weiteren Einbrüche in Süd registriert. An der Distelner Uhlandstraße wurde vormittags in ein Haus eingebrochen. Die Täter erbeuteten Schmuck und Geld.

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