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Koniferen brennen hinter einem Haus in Herten-'Süd.

Feuerwehr-Einsatz

Randale, Müll, Fäkalien - das sagt die Stadt Herten zur "Hausbesetzung"

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    Frank Bergmannshoff
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Die Hertener Berufsfeuerwehr ist am Dienstagmittag zur Herner Straße gerufen worden. Die Flammen waren schnell gelöscht. Doch Anwohner erzählten eine haarsträubende Geschichte.

Update: Mittwoch, 7. August

Seit Jahren steht das Haus leer, hinter dem es am Dienstag gebrannt hat. Schon vor Monaten haben sich dort Obdachlose einquartiert. Anwohner beklagen unhaltbare Zustände. Fäkalien würden über Gartenzäune oder auf parkende Autos geworfen. Sie selbst sei auch schon bedroht worden, erklärt Kerstin Klassert. Nachts sei es besonders schlimm. „Dann werden die aktiv. Da wird geschrien und randaliert.“ Müll werde in die umliegenden Gärten geworfen, in etlichen Einkaufswagen würden Flaschen und Sperrmüll gesammelt.

Unzumutbar findet auch Martina Schröder die Zustände in ihrer Nachbarschaft. Sie bewohnt das Haus schräg gegenüber. Mehrfach hätten sich die Anwohner an das Ordnungsamt der Stadt Herten gewendet. Geschehen sei bislang nichts.

Unsere Redaktion hat die Stadt Herten um Stellungnahme gebeten und eine knappe Antwort erhalten, aus der hervorgeht, dass das Probleme im Rathaus bekannt ist. Für die Stadt Herten nahm Stadtbaurat Christoph Heidenreich wie folgt Stellung: „Das Problem ist bekannt. Die Stadt Herten ist bereits tätig geworden und wartet momentan auf die Antwort des Eigentümers.“ Aus Sicht der Stadt ist es also Sache des Hauseigentümers, vor Ort für ordnungsgemäße Verhältnisse zu sorgen.

Unser bisheriger Bericht von Dienstag, 6. August

Gegen 12.30 Uhr ging am Dienstag (6.08.) bei der Feuerwehr der Notruf ein. Hinter einem Haus an der Herner Straße in Herten-Süd stehen hohe Koniferen in Flammen!

Die Hertener Berufsfeuerwehr rückte aus. Einsatzkräfte fanden tatsächlich brennende Bäume vor. Das Löschen war zügig erledigt. Eine aufgeregte Frau, die zuvor vergeblich einen Löschversuch unternommen hatte, wurde vom Rettungsdienst betreut.

Anwohner in Herten-Süd haben geahnt, dass so etwas passiert

Doch dann meldeten sich Anwohner zu Wort. Gegenüber Polizei, Ordnungsamt und unserer Redaktion erzählten sie eine haarsträubende Geschichte: Das Haus stehe seit langer Zeit leer. Obdachlose hätten sich dort vor einigen illegal einquartiert und würden für Unruhe sorgen. Eine Anwohnerin will schon bis zu 15 "Hausbesetzer" gezählt haben und berichtet, dass diese immer wieder im Garten Feuer machen und Essen zubereiten würden. Die Obdachlosen würden außerdem ständig bis in die Nacht hinein Randale machen, mit Müll und Fäkalien werfen. Es sei nur eine Frage der Zeit gewesen, bis es mal brennt.

Notfallsanitäter kämpften in Herten kürzlich an der Adalbertstraße um das Leben einer Seniorin. Doch die Situation wurde  immer bedrohlicher. Am Ende blieb den Rettungskräften nur ein Ausweg.

In Bottrop kam es am Dienstagabend zu einem Polizeieinsatz. Zwei Männer sagten einem Wirt, seine Gaststätte kaufen zu wollen - doch dann kam alles anders. 

Auf dem Paschenberg in Herten gab es in der Nacht einen schweren Unfall. Ein Hertener und ein Recklinghäuser wurden verletzt - plötzlich stieg Qualm auf.

Als Anwohner der Friedrichstraße in Herten am Morgen aus der Tür kamen, trauten sie ihren Augen nicht - und wurden dann ziemlich wütend. Drei Chaoten hatten ihr Unwesen getrieben.

Hunderte wollten auf die Halde Hoheward in Herten-Süd pilgern, um das Eröffnungsfeuerwerk der Cranger Kirmes zu bestaunen. Dann: Absage! Aber was wird aus dem Abschluss-Feuerwerk?

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