+
Oben am Ausleger des Baukrans befestigt, seilt sich ein Höhenretter in den 16 Meter tiefen Schacht hinab und holt den schwer verletzten Arbeiter nach oben.

Alarm für die Höhenretter

Schwerer Unfall im Schacht - Sanitäter müssen sofort Verstärkung holen

  • schließen

Zu einem Arbeitsunfall an einem Pumpwerk schickte die Feuerwehr-Leitstelle zunächst nur einen Rettungswagen. Vor Ort stellten die Sanitäter fest: Wir brauchen schnell Verstärkung.

Auf einer Baustelle der Emschergenossenaschaft an der Hohewardstraße in Herten-Süd ist es am Montagmorgen (16.09.) gegen 11 Uhr zu einem Unfall gekommen. In einem Schacht – 16 Meter tief, 16 Meter Durchmesser – arbeitete ein Mitarbeiter einer Fremdfirma. Der junge Mann befand sich auf einem Gerüst sieben Meter über dem Grund des Schachts. Aus bisher nicht geklärter Ursache stürzte er von dort hinab bis auf den Boden.

Leitstelle schickt zunächst nur einen Rettungswagen

Während der Notrufes wurde die Situation offenbar nicht deutlich. Die Leitstelle schickte nur einen Rettungswagen. Als die Notfallsanitäter eintrafen und den schwer verletzten Arbeiter tief unten in dem Schacht sahen, war sofort klar: Hier ist schnell Verstärkung nötig!

Der verletzte Arbeiter wird im Rettungswagen behandelt.

Die Sanitäter forderten die Berufsfeuerwehr, eine Notärztin und die Höhenrettungsgruppe des Kreises Recklinghausen nach. Höhenretter sind besonders ausgebildete Feuerwehrleute mit einer Art Bergsteigerausrüstung. Zehn dieser Spezialkräfte aus Herten, Marl und Recklinghausen eilten zur Hohewardstraße.

Höhenretter seilt sich am Kran ab

Die Ärztin und die Sanitäter stiegen über eine Bautreppe in den 16 Meter tiefen Schacht hinab. Dort versorgten sie den schwer verletzten, aber ansprechbaren Arbeiter. Ein Höhenretter nutzte den vorhandenen Baukran, um sich abzuseilen und den Verletzten nach oben zu bringen. Dieser wurde per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Ebenfalls aus einem Schacht in Herten-Süd mussten Höhenretter im Juli einen Arbeiter retten.

Einentierischen Einsatz mit einem kuriosen Ende hatten die Höhenretter im August in Herten-Disteln.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Verdacht bestätigt: 33-Jährige wurde vor dem Brand in Datteln erstickt
Verdacht bestätigt: 33-Jährige wurde vor dem Brand in Datteln erstickt
Nächster Brücken-Tiefschlag: Sogar eine Freigabe in 2019 steht jetzt infrage
Nächster Brücken-Tiefschlag: Sogar eine Freigabe in 2019 steht jetzt infrage
Salutieren per Militärgruß: Vereine vor dem Sportgericht - Genclik-Reaktion: War nur Gedankenlosigkeit
Salutieren per Militärgruß: Vereine vor dem Sportgericht - Genclik-Reaktion: War nur Gedankenlosigkeit
"RE leuchtet": Verfolgen Sie den Vorlese-Rekordversuch im Live-Stream
"RE leuchtet": Verfolgen Sie den Vorlese-Rekordversuch im Live-Stream
Sperrung Leveringhäuser Straße: Ausweichstrecken sind voll - Autofahrer brauchen Geduld
Sperrung Leveringhäuser Straße: Ausweichstrecken sind voll - Autofahrer brauchen Geduld

Kommentare