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Auf dem Deponiegelände brannte zwischengelagerter Müll auf einer Fläche von 200 Quadratmetern.

AGR nimmt Stellung

Nicht die Deponie brannte, sondern ein Lager

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HERTEN - Drei Wachen der Gelsenkirchener Berufsfeuerwehr sowie die gesamte Freiwillige Feuerwehr rückten am 11. März zur Zentraldeponie Emscherbruch auf der Stadtgrenze Herten/Gelsenkirchen aus. Ein dortiger Brand war kilometerweit zu sehen, Menschen aus Herne alarmierten gegen 4 Uhr die Feuerwehr.

Die Abfallentsorgungs-Gesellschaft Ruhr (AGR) mit Sitz in Herten, die die Deponie betreibt, nimmt jetzt zu Fragen Stellung, die FDP-Ratsherr Joachim Jürgens nach dem Brand an Bürgermeister Fred Toplak geschickt hatte.

AGR-Sprecher Dr. Jürgen Fröhlich betont, dass nicht die Deponie brannte, sondern ein Abfall-Lager auf dem Gelände der Deponie. Etwa 200 Quadratmeter standen in Flammen. Die dort zwischengelagerten Abfälle waren für die Verbrennung im Hertener RZR vorgesehen, darunter Siedlungsabfälle („Hausmüll“), Verpackungsmüll, Sperrmüll sowie ungefährliche Bau- und Abbruchabfälle.

Keine giftigen Stoffe

Auf der Zentraldeponie, so Fröhlich, würden Siedlungs- und Gewerbeabfälle bis zu zwölf Monate lang zwischengelagert. Das sei nötig, um bei ungeplanten Betriebsausfällen und geplanten Revisionen den reibungslosen Betrieb des RZR zu gewährleisten. Die Abfälle, die am 11. März brannten, sollen im RZR entsorgt werden, sobald dort Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Fröhlich erläutert, dass das Brandschutzkonzept für die Deponie funktioniert habe. An dem besagten Sonntag sei der Wachdienst die regulären Runden über das Gelände gefahren. Eine Runde sei etwa 7,5 Kilometer lang. Der Wachdienst könne nicht zu jeder Zeit das gesamte Gelände einsehen, sodass zuerst Anwohner den Brand meldeten und etwas später auch der Wachdienst. Da war die Feuerwehr bereits unterwegs.

Giftige Stoffe wie Dioxine oder Furane seien nicht in die Umgebungsluft gelangt, so Fröhlich. Das Löschwasser versickerte im Müll, wurde an der Bodenabdichtung von einem Drainage-System aufgefangen und in einer Sickerwasser-Anlage behandelt.

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