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Immer wieder treffen sich Gruppen auf dem Gelände der Zeche Schlägel & Eisen und hinterlassen dabei auch viel Müll.

Polizei ist vor Ort

Trotz Corona-Krise: 100 junge Leute feiern mit Grill und Klappstuhl auf Hertener Zechengelände 

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Schlägel & Eisen in Herten-Langenbochum haben sich am Mittwochabend (18.3.) rund 100 junge Leute getroffen, um es sich mit Grill und Klappstuhl gemütlich zu machen. Am Ende musste die Polizei einschreiten.

  • 100 junge Leute haben sich am Mittwoch trotz der Coronavirus-Krise auf dem Gelände der Zeche Schlägel & Eisen in Herten getroffen.
  • Dort machten sie es sich mit diversen Grills und Klappstühlen gemütlich.
  • Zunächst war Bürgermeister Fred Toplak vor Ort, später auch die Polizei.

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Schlägel & Eisen in Herten-Langenbochum haben sich am Mittwochabend (18.3.) rund 100 junge Leute getroffen. 

Anwohner wunderten sich über das Treiben und trauten kaum ihren Augen: An diversen Stellen auf dem Gelände der Zeche Schlägel & Eisen hatten es sich zahlreiche junge Menschen gemütlich gemacht.

Coronavirus in Herten: Tische, Stühle, Grills, Wasserpfeifen und Musik 

Autos hielten an, es wurden Tische und Campingstühle aufgebaut, Wasserpfeifen in Betrieb genommen, gegrillt und Musik gemacht. 

Ein reges Treiben bei schönstem Frühlingswetter – und das in Zeiten der Corona-Pandemie, in der jedermann aufgefordert ist, auf Abstand zu gehen, um Ansteckung zu vermeiden.

Die Anwohner-Beschwerden erreichten auch Hertens Bürgermeister Fred Toplak. Dieser machte sich vor Ort ein Bild. Zu diesem Zeitpunkt (circa 17.30 Uhr) befanden sich rund hundert Personen vor Ort, saßen in Gruppen beisammen, plauderten und rauchten.

Coronavirus in Herten: "Provozieren damit eine Ausgangssperre"

Laut Pressestelle der Stadt Herten habe Toplak das Gespräch mit den Anwesenden gesucht und darauf hingewiesen, dass man in der aktuellen Krisen-Situation es eben vermeiden sollte, in Gruppen zusammenzusitzen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. 

„Ich habe die Anwesenden darauf hingewiesen, dass sie mit ihrem Verhalten eine Ausgangssperre provozieren, bin aber auf taube Ohren gestoßen“, so  Toplak. 

Coronavirus: Polizei rückt nach Herten aus, Treffen löst sich auf 

Daraufhin habe er die Polizei um Unterstützung gebeten und sei dann gegen 20 Uhr nochmals zum Langenbochumer Zechengelände gefahren. Zu diesem Zeitpunkt seien zwischen 60 und 80 Personen anwesend gewesen. 

Die Polizeibeamten, die um 20.25 Uhr mit mehreren Streifenwagen vor Ort eintrafen, hätten die Menschen dann aufgefordert, das Gelände zu verlassen. Die Leute seien dann auch ohne Ärger nach und nach verschwunden.

Polizei: Können momentan keine Verbote aussprechen - trotz Coronavirus in Herten

Mehr als eindringliche Appelle, derlei Zusammenkünfte zu unterlassen, seien momentan nicht möglich, heißt es dazu von einem Polizeisprecher. Verbote könnten erst ausgesprochen werden, wenn es eine Ausgangssperre gäbe. 

Mehr zu dem Vorfall und einen Kommentar lesen Sie in der Freitagsausgabe (20.3.) der Hertener Allgemeinen Zeitung und im ePaper.

Mehr zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Herten gibt es hier.

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