Hier gelangt man vom Hertener Marktplatz in die Tiefgarage. In der Ecke ist eine stinkende Urin-Pfütze.
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Hier gelangt man vom Hertener Marktplatz in die Tiefgarage. In der Ecke ist eine stinkende Urin-Pfütze.

Unter dem Marktplatz

Urin-Geruch und dubiose Gestalten sorgen für Unbehagen in Hertener Tiefgarage

  • Daniel Maiß
    vonDaniel Maiß
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Parkplätze sind knapp in Herten-Mitte. Die Tiefgarage unter dem Marktplatz hat somit große Bedeutung. Doch manch einen Nutzer beschleicht dort Unbehagen - oder noch ein ganz anderes Gefühl.

Auf dem Weg zum Zahnarzt hat der Hertener Franz Weiser (69) unlängst in der Tiefgarage unter dem Hertener Marktplatz geparkt - und unserer Redaktion danach von seinen Eindrücken berichtet. "Unbehagen" habe er gefühlt - und Schlimmeres.

Franz Weiser: „Als ich vom Markt aus das Treppenhaus zur Tiefgarage hinabstieg, war da dieser beißende Geruch nach Urin. Das ist schon extrem unangenehm. Außerdem ist es mir da unten zu dunkel und zu schlecht ausgeschildert. Und dann hat mich auch noch ein Mann angesprochen, der dort herumlungerte und mir sagte, dass ich da doch eine richtig schöne Kette hätte.“

„Würde man heutzutage so nicht mehr errichten"

Dass sich der 69-Jährige unwohl fühlte, „tut uns leid“, heißt es auf Nachfrage dazu von der Stadt Herten. Es handele sich bei der Tiefgarage eben um ein Bauwerk, das man „heutzutage so nicht mehr errichten würde.“ Dennoch bemühe man sich, durch regelmäßige Kontrollen und Reinigungen für Sicherheit und Sauberkeit vor Ort zu sorgen.

Gereinigt werden Tiefgarage und Aufgang zum Marktplatz vom Zentralen Betriebshof (ZBH) der Stadt Herten immer an den Markttagen, also am Dienstag und am Freitag. Die letzte Grundreinigung war im Juli 2019.

Das Ordnungsamt kontrolliere täglich in der Tiefgarage, heißt es von der Stadt. Auch der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) sei regelmäßig vor Ort und werde tätig, „wenn die Situation es erfordert“.

Termin beim Bürgermeister gemacht

Für Franz Weiser war die Situation so bedrückend, dass er die Tiefgarage so schnell wie möglich verlassen wollte. Er hat jetzt einen Termin bei Bürgermeister Fred Toplak vereinbart, um ihm von seinen Erfahrungen zu berichten.

Unwohl fühlte sich auch eine Frau, die auf der Toilette im St.-Elisabeth-Hospital eingesperrt war.

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