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An vier Sonntagen kann in Herten 2020 eingekauft werden.

Update: Auswertung der Umfrage

Mehr als die Hälfte lehnt verkaufsoffene Sonntage in Herten ab

Der Rat der Stadt Herten hat vier verkaufsoffene Sonntage beschlossen. Doch das Ergebnis unserer Umfrage zeigt, dass viele  

  • Verkaufsoffene Sonntage sind umstritten.
  • Vier sind jetzt in Herten genehmigt worden.
  • Die meisten Leser unserer Umfrage lehnen verkaufsoffene Sonntage ab.

Update 21. Februar

Der Rat der Stadt hat entschieden: Vier verkaufsoffene Sonntage soll es in diesem Jahr in Herten geben. Das Thema ist umstritten, denn die Gewerkschaft Verdi lehnt diese ganz klar ab. Die Gewerkschaft sagt: Das stärkt den Einzelhandel nicht. Wer im Einzelhandel arbeite, werde sowieso immer gestresster. Der Ruhetag am Sonntag solle ihnen nur im Notfall genommen werden. 

Die Aufforderung von Verdi an die Kommunalpolitik, verkaufsoffene Sonntage nicht zuzulassen, verhallte bislang ungehört.

Das Ergebnis unserer Umfrage zeigt, dass die meisten der Teilnehmer sich der Einschätzung der Gewerkschaft anschließen. 20 Prozent denken an die Mitarbeitenden, denen sie sonntags ihre Ruhe gönnen. Lediglich etwa ein Viertel der Befragten nutzt die Möglichkeit und geht an den verkaufsoffenen Sonntagen shoppen. 

Das hatten wir bisher berichtet:

Verkaufsoffene Sonntage 2020 in Herten 

Die offenen Sonntage sollen auch in diesem Jahr jeweils im Zusammenhang mit Traditionsveranstaltungen und finden wie folgt statt: 

In Herten-Mitte: 

  • 17. Mai: Blumen- und Gartenmarkt
  • 13. September: Weinmarkt
  • 20. Dezember: Hertener Adventstreff 

In Westerholt:

  • 23. August – Sommerfest 

Die verkaufsoffenen Sonntage sollen im Kontext mit Großveranstaltungen den Einzelhandel stärken und Besucher der jeweiligen Events auf die Angebote der Geschäfte vor Ort aufmerksam machen.  Das gilt vor allem für Bekleidung, Schuhe, Schmuck, Bücher etc. – also weniger Waren des täglichen Bedarfs.

Geschäfte in Innenstadt beleben

Insofern sieht die Hertener Stadtverwaltung in den verkaufsoffenen Sonntagen ein Mittel zur Belebung des Einzelhandels. 

Gleichzeitig räumt sie allerdings ein, dass das Gros der Besucher – laut einer Befragung auf dem Blumenmarkt 2019 etwa drei Viertel – allein wegen der beliebten Großveranstaltungen in die Stadt kommt, nicht wegen der Geschäfte. 

Ausschuss hatte sich dafür ausgesprochen

So war es auch im Ratsausschuss für Ordnungswesen und Feuerschutz. Dort wurden die verkaufsoffenen Sonntage kommentarlos abgenickt.

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