Die Hertener Hauptstelle der Volksbank Ruhr Mitte an der Ewaldstraße.
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Die Hertener Hauptstelle der Volksbank Ruhr Mitte an der Ewaldstraße.

Finanzinstitute unter Druck

Volksbank Ruhr Mitte peilt Großfusion an

  • Frank Bergmannshoff
    vonFrank Bergmannshoff
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Niedrigzinsen, Digitalisierung, verändertes Kundenverhalten und Bankenregulierung setzen die Finanzinstitute unter Druck. Die Volksbanken Ruhr Mitte und Rhein-Ruhr prüfen daher eine Fusion.

DieVolksbank Ruhr Mitte ist in Gelsenkirchen, Herten, Gladbeck, Recklinghausen, Marl-Polsum und Bochum-Wattenscheid vertreten. Das Geschäftsgebiet der Volksbank Rhein-Ruhr erstreckt auch auf Duisburg, Oberhausen, Mülheim und Ratingen.

Die Aufsichtsratsvorsitzenden und Vorstandsmitglieder der beiden Banken befinden sich, wie die Banken mitteilen, "in vertrauensvollen und ergebnisoffenen Gesprächen über die Zielsetzung und Eckpfeiler einer möglichen Fusion im Jahr 2021."

"Massive Herausforderungen"

Die bekannten und massiven Herausforderungen im Finanzdienstleistungssektor, wie z.B. Niedrigzinsen, Digitalisierung, verändertes Kundenverhalten und Regulatorik seien regelmäßig Anlass für beide Institute, sich mit internen aber auch externen Überlegungen zu beschäftigen. Grundlage dieser Fusionsoption ist die Überzeugung, den Herausforderungen der Zukunft in einer größeren, schlagkräftigeren Einheit nachhaltiger begegnen zu können.

„Als Vorstand ist es dabei unsere verantwortliche Aufgabe, frühzeitig die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen, um für unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter eine langfristig erfolgreiche und leistungsfähige Volksbank in der Mitte des Ruhrgebiets zu erhalten und auszubauen“, erläutert Dr. Peter Bottermann, Vorstandssprecherder Volksbank Ruhr Mitte.

Thomas Diederichs, Vorstandssprecher der Volksbank Rhein-Ruhr, ergänzt: „Die angelaufenen Gespräche bestätigen uns, den jeweils richtigen Partner auf Augenhöhe gefunden zu haben. Beide Banken sind kerngesund und haben eine vergleichbare vertriebliche Ausrichtung. Darüber hinaus verbindet uns eine lange vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit in gemeinsamen Tochtergesellschaften.“

Entscheidung bis Ende April 2020

Die nun anstehende Phase zur Ausgestaltung eines möglichen Zusammenschlusses sowie die Konkretisierung der Mehrwerte für Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter soll durch eine Richtungsentscheidung der Aufsichtsgremien beider Banken bis Ende April 2020 abgeschlossen werden. Im Falle eines positiven Ausgangs der Gespräche liegt die finale Abstimmung über eine Fusion bei den Mitgliedervertretern, die im ersten Halbjahr 2021 darüber befinden würden.

Neue Volksbank mit 80.000 Mitgliedern

Dabei entstünde aus heutiger Sicht eine große neue Genossenschaftsbank mit einer Bilanzsumme von ca. 4 Milliarden Euro, mehr als 80.000 Mitgliedern und knapp 700 Mitarbeitern.

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