Gedenken Verstorbener

Nach langer Diskussion - Ort für islamische Bestattungen in Herten geschaffen

  • Anna Lisa Oehlmann
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Es gab einige Bedenken und war ein langes Ringen. Nun wird in Herten ein muslimisches Grabfeld errichtet. Es ist ein deutliches Zeichen der Integration.

Es ist geschafft. Lange hatten sich unter anderem Bekir Uzunoglu, Vorsitzender des Integrationsbeirats, und Serkan Nurdogan vom VIKZ-Vorstand (Blaue Moschee) dies gewünscht: einen Ort für islamische Bestattungen in Herten. Nun wird die Fläche auf dem Waldfriedhof vorbereitet. Ab Anfang kommenden Jahres (2021) sollen dort die Beisetzungen stattfinden können. Der erste Teilabschnitt bietet Platz für rund 55 Wahlgrabstätten, 73 Hügelgräber und 20 Kindergrabstellen

Grabfeld für islamische Beisetzungen als Zeichen der Integration in Herten

Aus der Hertener Stadtverwaltung war lange Zeit nur zu hören gewesen, dass islamische Bestattungen dort nicht nachgefragt würden. Aber das erscheint ja auch logisch, wenn die Stadt ein solches Angebot nicht vorhält. Doch für die zahlreichen Einwohner Hertens, die sich zum islamischen Glauben bekennen, ist dies ein wichtiges Zeichen der Integration. Es zeigt, dass auch Menschen dieses Glaubens Teil der Hertener Stadtgesellschaft sind.

Auf diesem Teil des Waldfriedhofs entsteht gerade ein Grabfeld für islamische Bestattungen in Herten.

Bislang sind viele Verstorbene für die Beisetzung in ihr ursprüngliches Heimatland - oder das der Familie - geflogen worden. Das ist jedoch für Geflüchtete - etwa aus Syrien - keine Option. Sie können die Körper der Verstorbenen nicht wieder dorthin überführen lassen.

Platz für muslimische Bestattungen auf dem Waldfriedhof in Herten wird vorbereitet

Nun ist für die Muslime ein eigener Ort zum Trauern geschaffen worden. Auf 2000 Quadratmetern am nördlichen Rand des Waldfriedhofs in der Nähe des Waldviertels wird derzeit das Feld für die Beisetzungen vorbereitet. Dies ist wichtig, da sich die Riten und Gebräuche rund um den Verstorbenen vom christlichen Glauben unterscheiden. So werden die Verstorbenen beispielsweise schnellstmöglich rituell gewaschen und so rasch es geht beigesetzt. Die Grabstellen sollen eher bescheiden wirken.

Rubriklistenbild: © Carola Wagner

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