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Jonas Franzen von der Wohnungslosen-Beratungsstelle und Pfarrer Andreas Wilkens (v.l.) rufen zu Lebensmittelspenden auf, damit Tüten mit Lebensmitteln gepackt werden können.

Spendenaufruf

Erstaunliche Spendenbereitschaft für Hertener in Not

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Da der Tagesaufenthalt für Wohnungslose in Herten aufgrund der Corona-Krise geschlossen ist, baten die Verantwortlichen um Spenden.  Die Hertener zeigten Herz.

  • Vor "Corona" haben den Tagesaufenthalt mehr als 40 Menschen pro Tag besucht.
  • Jetzt ist der Tagesaufenthalt geschlossen und den Wohnungslosen droht Hunger.
  • Dank der Spendenbereitschaft der Hertener, haben sie wieder etwas zu Essen.

Update, 15. April:  Jonas Franzen staunt noch immer. Der Leiter der Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes hatte gemeinsam mit Pfarrer Andreas Wilkens einen Aufruf gestartet, um Spenden für Menschen in Not zu sammeln. Rund 15.000 Euro sowie ganz viele Lebensmittelspenden haben sie mittlerweile erhalten. „Damit können wir viele Menschen versorgen, die in der Corona-Krise in Herten nicht wissen, wie sie durchkommen sollen“, sagt Jonas Franzen. Am Tagesaufenthalt an der Ewaldstraße 72 wird denen geholfen, die sich in einer Notlage befinden. Täglich zwischen 10.30 und 14 Uhr werden dort Lebensmittelpakete ausgegeben. „Am besten ist es, wenn sich die Menschen erst telefonisch melden. Dann können wir die Sachen einpacken, die gebraucht werden“, sagt Jonas Franzen.

Das hatten wir zuvor berichtet:

Die Lebensmittelspenden sind zurückgegangen. Jonas Franzen, Leiter der Wohnungslosen-Beratungsstelle, und Pfarrer Andreas Wilkens von der Evangelischen Christus-Kirchengemeinde rufen die Hertener daher dazu auf, Lebensmittel zu spenden. „Es kann nicht sein, dass gerade die, die ohnehin schon benachteiligt sind, noch mehr leiden“, sagt Pfarrer Wilkens. Gebraucht werden zum Beispiel Lebensmittel in Konserven, Nudeln, Mehl, Toast, aber auch frische Lebensmittel wie Kartoffeln, Salat oder Obst.

Es gibt eine Lebensmittel-Notausgabe

Eine Lebensmittel-Notausgabe findet werktags täglich in der Zeit von 10.30 bis 11.30 Uhr statt. Mit entsprechenden Maßnahmen – Sicherheitsabstand, die Tüten werden draußen auf Stühlen abgestellt – sorgt das Team dafür, dass die Abholung ohne Ansteckungsrisiko stattfindet. „Unsere Klienten können auch vorher anrufen und wir packen dann die Tüte für sie“, sagt Franzen. Und ergänzt: „Das Angebot ist nicht nur rein für die Wohnungslosen, sondern für Menschen in Not.“ 

Auch Geldspenden sind sehr willkommen

Damit derzeit überhaupt etwas zum Einpacken da ist, hat der Sozialarbeiter schon einen Großeinkauf gemacht, weitere sollen folgen. Dafür sind Geldspenden sehr willkommen. Wer Geld spenden möchte, kann das unter folgender Kontonummer bei der Sparkasse Vest tun: DE37 4265 0150 0050 0088 04, Stichwort „Coronahilfe Wohnungslosenhilfe“. 

Wer Lebensmittel spenden möchte, kann die entweder in den „Fair-Teiler“ bringen oder beim Tagesaufenthalt unter Tel. 0 23 66/ 10 67 39 anrufen. Das Telefon ist täglich zwischen 9 und 13.30/14 Uhr besetzt, auch ein Anrufbeantworter ist geschaltet. Franzen: „Dann kann man einen Termin mit uns vereinbaren, wann man die Spenden abgeben möchte.“

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