Die Nester der Eichenprozessionsspinnerraupen müssen auch von Bäumen in Herten entfernt werden.
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Die Nester der Eichenprozessionsspinnerraupen müssen auch von Bäumen in Herten entfernt werden.

Trotz Prophylaxe

Im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner hat der Sprüh-Einsatz nicht gereicht

  • Daniel Maiß
    vonDaniel Maiß
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Vor Wochen haben Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofs Herten (ZBH) insgesamt 410 Bäume auf städtischen Grundstücken mit Spritzbrühe behandelt. Doch das hat offenbar nicht überall gereicht.

  • Im gesamten Stadtgebiet von Herten müssen Nester entfernt werden.
  • Die Haare der Raupen können Allergien verursachen.
  • In Wäldern ist besondere Vorsicht geboten.

In den vergangenen Tagen mussten ZBH-Mitarbeiter zahlreiche Nester des Eichenprozessionsspinners im Stadtgebiet entfernen – an öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kindergärten, Sport- und Spielplätzen.

Zudem werden laut Stadt Herten momentan auch alle Nester entlang von Straßen entfernt, wenn diese an „neuralgischen Punkten“ stehen, also wenn die Gefahr besteht, dass Menschen dort in Kontakt mit den Haaren der Raupen kommen. Denn das kann zu teils starken allergischen Reaktionen führen. 

In Waldgebieten in Herten werden die Nester nicht beseitigt

In Parkanlagen und Grünzügen sperre man die betroffenen Bereiche zum Beispiel eher mit Flatterband ab, als dass man die Nester beseitige, so die Stadt weiter. In städtischen Waldgebieten würden die Nester generell nicht beseitigt.

Mit der Spritzbrühe hat man in Herten bisher gute Erfahrungen gemacht

Die verwendete Spritzbrühe enthält Margosa-Extrakt. Der Wirkstoff des Neembaums sorgt dafür, dass die noch jungen Raupen nicht mehr fressen und so auch nicht weiterwachsen. „Wir haben damit im Vorjahr gute Erfahrungen gemacht“, erklärte Jan-Tobias Welzel, Bereichsleiter Grün des ZBH, in einem Gespräch vor gut vier Wochen. Schon da mutmaßte er aber auch, dass der Befall mit den Raupen in diesem Jahr ähnlich stark werde wie 2019. Nach den bisherigen Rückmeldungen lag Welzel wohl richtig.

In Waltrop geht man einen anderen Weg im Kampf gegen die Raupen.

Dieser Weg ist wieder frei: Seit Kurzem ist die Schlachthofbrücke in Recklinghausen wieder für den Verkehr freigegeben.

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