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Eine bewegliche Kamera fährt bei einem Rohrreinigungsbetrieb durch ein Abwasserrohr. Foto: DPA

Kanalgeschäft

SPD plant Bürgerinfo

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HERTEN - Die mögliche Übertragung des Kanalnetzes von der Stadt Herten an die Emschergenossenschaft beschäftigt viele Bürger. Mit den 200 Millionen Euro, die die Emschergenossenschaft angeboten hat, könnte die Stadt fast die Hälfte ihrer Schulden tilgen. Doch die Übertragung wäre nicht umkehrbar, dementsprechend gibt es auch Bedenken.

Die CDU treibt die Pläne zur Übertragung stark voran. Die SPD steht dem Vorhaben grundsätzlich positiv gegenüber, will aber zunächst „neutrales Expertenwissen einholen“. Die Sozialdemokraten beantragen daher, dass die Stadtverwaltung einen Gutachter beauftragen soll. Fraktionschef Christian Bugzel: „Es handelt sich um eine äußerst schwerwiegende und weitreichende Entscheidung für unsere Stadt. Der Beschluss wäre von solch großer Reichweite, dass vorher jedwede Fachinformation unentbehrlich und einzuholen ist.“

Zusätzlich zu der fachlichen Bewertung stellt die SPD eigene Kriterien auf. Demnach sollen die Abwassergebühren durch die Übertragung nicht steigen, den betroffenen Mitarbeitern bei der Stadt Herten dürfen keine Nachteile entstehen und die Planungshoheit für das Kanalnetz müsse weiter beim Rat der Stadt Herten liegen.

Die SPD will aber nicht nur einen neutralen Gutachter einbeziehen, sondern auch die Emschergenossenschaft zu Wort kommen lassen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung eingeladen, bei der Thomas Fock, Geschäftsbereichsleiter bei der Emschergenossenschaft, das Vorhaben erläutert. Der Info-Abend findet statt am Freitag, 26. Oktober, um 18.30 Uhr im Zukunftszentrum Herten (ZZH), Konrad-Adenauer-Straße 9-13.

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