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Probe im Bunker: Francis van Lent von der Lebenshilfe und die stellvertretende Vorsitzende der Stiftung, Barbara Knebel, mit zwei maskierten „Faces of Rock“ und dem enttarnten Whitehorse Jeff alias Mike Huge (v.l.).

Konzert für die Lebenshilfe

Band der „Seven Faces of Rock“ steht auf der Bühne

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HERTEN - Die Spannung steigt: Wer sind die „Seven Faces of Rock“? Seit Monaten kursieren auf Facebook Fotos von sieben vermummten Gestalten – offensichtlich eine Rockband. Sie nennen sich „Die chlorbleichen Sieben“. Mal sieht man sie mit Pferd, mal mit Gitarre. Einen konnten wir jetzt enttarnen: Whitehorse Jeff alias Mike Huge. Nächsten Samstag wird das Geheimnis komplett gelüftet. Dann steigt in der Rosa-Parks-Schule das Konzert der „Chlorbleichen Sieben“.

Wenn Mike Huge, im wahren Leben Feuerwehrmann, und seine sechs Mitstreiter am 7. November auf die Bühne gehen, liegt fast ein ganzes Jahr Probenarbeit hinter ihnen. Einige haben schon im vergangenen Jahr beim Constellationen-Festival gemeinsam Musik gemacht. Die Idee zum bevorstehenden Konzert kam Whitehorse Jeff bei der Icebucket-Challenge, einer Spendenkampagne im Sommer 2014, die auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam machen und Spendengelder für deren Erforschung und Bekämpfung einbringen sollte.

„Die leisten eine tolle Arbeit für Menschen mit Behinderungen“

„Warum nicht ein Projekt unterstützen, das Menschen mit Handicaps in unserer Region hilft?“, fragte er sich. Die Idee fiel bei Freunden und Bekannten auf fruchtbaren Boden, und so gründeten sich die „Chlorbleichen Sieben“ mit dem Ziel, ein Wohltätigkeitskonzert zugunsten der Stiftung Lebenshilfe Recklinghausen/Herten auf die Beine zu stellen. „Die leisten eine tolle Arbeit für Menschen mit Behinderungen“, findet Mike Huge.

Wenn die „Seven Faces of Rock“ zum Tanz bitten, spielen sie Lieder nach ihrem Geschmack: Sex on Fire von den Kings of Leon, I want to break free von Queen, Barbara Ann von den Beach Boys oder Free falling von Tom Petty zum Beispiel. Ganz unterschiedliche Menschen kommen dabei zusammen; nur Smokey Joe ist Musik-Profi, alle anderen sind Laien an Schlagzeug und Gitarre. Doch dank allwöchentlicher Proben im Westerholter Luftschutzbunker sind sie nun nahezu perfekt.

Das Geheimnis wird beim Konzert gelüftet

Auf die Bühne gehen am Samstag auch noch andere Musiker: Die Lebenshilfe-Band „Kreuz und Quer“, deren Mitglieder geistige und/oder körperliche Handicaps haben, ist dabei. Außerdem tritt der Musical- und Popchor „Unitune“ der Städtischen Musikschule auf. Und dann sind da noch ein paar besondere Gäste, die ans Mikrofon treten – aber auch hier gilt: Das Geheimnis um diese Interpreten wird erst beim Konzert gelüftet.

Zahlreiche Sponsoren sowie ehrenamtliche Helfer haben viel Freizeit investiert, damit die Veranstaltung zu einem Erfolg wird. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. Der Erlös fließt in die Stiftungsarbeit. Dort ist ein inklusives Kulturprojekt mit Chören und Theater in Planung, das von den Einnahmen profitiert. Die stellv. Vorsitzende der Stiftung Lebenshilfe, Barbara Knebel, freut sich – und nicht nur auf ihr Lied „Barbara Ann“: „Dieses Konzert ist eine super Sache!“

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