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Stellen die neuen Mülleimer auf Schlägel & Eisen vor: Bürgermeister Fred Toplak, Jan-Tobias Welzel (ZBH, Bereichsleiter Grün) und Gregor Born (ZBH, Bereichsleiter Abfallwirtschaft).

Stadtteilpark und Gewerbegebiet

Vermüllung auf Schlägel & Eisen: Die Stadt Herten will die Situation verbessern

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Wilde Müllkippen und achtlos weggeworfener Unrat sind vielerorts in Herten ein Problem, besonders auf dem Gelände Schlägel & Eisen. Dort will die Stadt jetzt nochmal aktiv werden.

Update: Mittwoch, 14. August, 17.15 Uhr (mit Video-Beitrag, siehe unten)

Mülleimer sind zahlreich vorhanden im Stadtteilpark und Gewerbegebiet Schlägel & Eisen. Dennoch sind die Wiesen, Wege und Parkplätze jeden Tag mit Müll übersäht. Am Wochenende ist die Situation besonders schlimm. „Das ist die pure Katastrophe“, sagt Jasmin Barciaga, Mit-Inhaberin des „Imbiss am Schacht“. 20 bis 40 junge Leute, etwa 16 bis 25 Jahre alt, würden regelmäßig die Wiesen und Bänke belagern. Auf den Parkstreifen stehen noch einmal Dutzende junge Leute mit ihren Autos. Das alles bis tief in die Nacht – zurück bleiben Berge von Müll. Spricht man die Verursacher an, werden viele beleidigend, manche sogar aggressiv. 

Der Einsatz eines Sicherheitsdienstes für mehr als 5000 Euro pro Monat habe keine Verbesserung gebracht, sagt Bürgermeister Fred Toplak. Der könne ja nicht immer und überall präsent sein. Die Stadtverwaltung versucht es jetzt noch einmal im Guten. Drei extragroße Behälter wurden aufgestellt. „Zumindest die Ausrede, dass es zu wenig Mülleimer gebe“, sollte jetzt tabu sein“, sagt Toplak. Er hofft, dass auch von den zahlreichen Zigarettenkippen, die überall verstreut liegen, künftig viele in den neuen Behältern landen. Die haben dafür nämlich im oberen Bereich zwei spezielle Öffnungen.

Unser bisheriger Bericht von Montag, 12. August:

Rund 46.000 Erwachsene leben in Herten, rein rechnerisch zahlt jeder von ihnen 6,50 Euro pro Jahr für die Beseitigung „wilder“Müllkippen – also dafür, dass einige Bürger ihren Abfall einfach in die Botanik kippen.

In aller Regel sind dann die Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofes (ZBH) am Zug. 3000 zusätzliche Arbeitsstunden leisten sie pro Jahr, um rund 300 Tonnen „wilden“ Müll einzusammeln. Das ist mit einem höheren Aufwand verbunden, als wenn die Verursacher den Müll zum Recyclinghof gebracht hätten. Dort werden viele Abfallarten kostenlos angenommen.

Alle Müllgebühren-Zahler in Herten werden zur Kasse gebeten

Rund 300.000 Euro gibt der ZBH jährlich für die Beseitigung wilder Müllkippen aus. Der Betrag wird auf alle Hertener Müllgebühren-Zahler umgelegt.

Auch die ständige Vermüllung des Stadtteilparks und des Gewerbegebiets Schlägel & Eisen fließt in diese Kalkulation ein. Die letzte ganz große Sauerei gab es dort Ende Mai: Plastikbecher, Wodkaflaschen, sonstiger Müll, Glasscherben und zerpflückte Werbezeitungen lagen großflächig verstreut. Wie so oft nahm Patrick Barciaga vom „Imbiss am Schacht“ dem ZBH die Arbeit ab: Zwei volle blaue Säcke kamen zusammen.

Neue Mülltonnen an der Zeche Schlägel und Eisen in Herten | cityInfo.TV

Neue Mülltonnen an der Zeche Schlägel und Eisen in Herten | cityInfo.TV

Auch ein Sicherheitsdienst löst das Problem nicht

Die Stadt Herten hat schon vieles unternommen, um die Situation zu verbessern. Auch ein Sicherheitsdienst wurde engagiert. Doch der kann schon aus Kostengründen nicht immer und überall präsent sein. Im Übrigen schmeißen die Chaoten sicherlich keinen Müll auf den Boden, wenn ein Ordnungshüter direkt daneben steht.

Immer wieder lassen Chaoten ihren Müll im Stadtteilpark Schlägel & Eisen zurück.

Jetzt unternimmt die Stadt noch mal einen neuen Versuch, die Vermüllung des Zechengeländes zu reduzieren. Zusätzliche Müllbehälter werden aufgestellt. Wer Abfall auf den Boden wirft, soll zumindest nicht behaupten können, er habe keinen Mülleimer gefunden. Am Dienstag, 13. August, stellten Bürgermeister Fred Toplak sowie Jan-Tobias Welzel, Leiter des Grün-Bereichs beim Zentralen Betriebshof, und Gregor Born, Leiter des Bereichs Abfallwirtschaft, die Neuerungen vor. 

Müll spielt auch bei einer Hausbesetzung an der Ewaldstraße eine Rolle. Die Nachbarn haben die Nase voll. Eine 18-Jährige ist auf der Halde Hoheward in Herten belästigt worden. Gegenüber der Polizei nannte sie hilfreiche Details. 

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