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Zeigt, wie’s geht: Deutschlehrerin Christiane Frerichs unterrichtet seit sechs Wochen ehrenamtlich Flüchtlinge aus der Unterkunft an der Gartenstraße.

Lernen und spielen

Gymnasium will Engagement für Flüchtlinge ausweiten

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HERTEN-MITTE - Flüchtlinge lernen Deutsch, während ihre Kinder spielen: Seit sechs Wochen läuft dieses ehrenamtliche Projekt erfolgreich am Städtischen Gymnasium. Jetzt gibt es Überlegungen, das Engagement auszuweiten.

Die junge Frau mit dem Kopftuch hat Bauchschmerzen – zumindest tut sie so, als sie mit Deutschlehrerin Christiane Frerichs im Rollenspiel den Arztbesuch übt. Mit Händen und Füßen erklärt Frerichs die Wörter Schnupfen, Husten, Hausarzt und Orthopäde. Weiter hinten im Raum üben die Lehrer Barbara Keimer und Karl Kühlmann mit einigen Frauen Vokabeln. Während zehn Erwachsene hier pauken, spielen ihre Kinder nebenan in der Turnhalle.

16 Ehrenamtliche

Barbara Keimer koordiniert das Projekt, das auf einen Vertrag zurückgeht, den die Schule im Juni mit dem Haus der Kulturen geschlossen hat. Die Idee dahinter: Die Schule solle auch in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wirken, wozu auch die Flüchtlingseinrichtung an der Gartenstraße gehört. Keimer sagt: „Mittlerweile hat es sich eingespielt. Wir haben einen Pool von 16 Ehrenamtlichen – darunter Schüler, Eltern und Lehrer.“ Die Kinder spielen ausgelassen. „Kein Wunder“, sagt Keimer. „Sie freuen sich, dass sie aus der Enge der Unterkunft rauskommen.“

Zurzeit treffen Sie sich jeden Mittwochnachmittag. Das soll jetzt öfter werden, sagt Keimer: „Wir planen gerade, direkt in der Flüchtlingsunterkunft aktiv zu werden. Dort gibt es einen Raum, der sich prima dafür eignen würde. Wir brauchen nur noch den Schlüssel.“ Direkt vor Ort einen Deutschkurs anzubieten hätte den Vorteil, dass die Familien ihre Kinder selbst betreuen könnten, sagt Keimer. Auch eine Hausaufgabenbetreuung kann sie sich in diesem Rahmen gut vorstellen.

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