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Der Hertener Panzerblitzer.

Politische Debatte

Noch ein Panzerblitzer in Herten? Das meinen Stadtverwaltung und Politik dazu

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  • Danijela Budschun
    Danijela Budschun
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Seit März 2019 tut der „Panzerblitzer“ in Herten seinen Dienst. Ständig wechselt der Standort, Raser sind nirgendwo sicher, die Kasse klingelt. Da ist es logisch, was nun passiert.

Update: Sonntag, 29. September:

Im Ratsausschuss für Ordnungswesen und Feuerschutz teilte die Stadtverwaltung jetzt mit: Während stationäre Blitzer und Starenkästen deutlich weniger Raser erfassen – wohl, weil ihre Standorte mittlerweile vielen Fahrern bekannt sind – blitzt Panzerblitzer „Ursula“ öfter als erwartet. 

Die Mitglieder des Ausschusses finden es gut, dass „Ursula“ weiterhin in Herten Dienst tut. Auch befürworten die Politiker den Vorschlag der Stadtverwaltung, gleich noch ein zweites Gerät anzuschaffen. Hersteller ist das Unternehmen Jenoptik

Einzige Bedingung (mit einem Augenzwinkern): Im Sinne der Gleichberechtigung möge der zweite Blitzer einen Männernamen tragen. Martina Ruhardt (Die Linke) regte an, die Blitzer gleich für längere Zeit anzumieten in der Hoffnung, dass die Miete dadurch billiger wird.

Endgültige Entscheidung fällt im Hertener Rat

Der Ausschuss beauftragte die Stadtverwaltung, den bestehenden Blitzer weiterhin und darüber hinaus noch eine zweite semimobile Geschwindigkeitsmessanlage anzumieten. Das letzte Wort hat der Hertener Rat in seiner Sitzung am 9. Oktober (17 Uuhr, Rathaus, wie immer öffentlich).

Unser bisheriger Bericht von Mittwoch, 25. September:

Etwas mehr als die prognostizierten 1000 Temposünder pro Monat erwischt Panzerblitzer „Ursula“, wie die semimobile Geschwindigkeitsmessanlage auch genannt wird. Im Juli und August blitzte sie sogar jeweils mehr als 1300 Mal. Die Hertener Stadtverwaltung schlägt dem Rat der Stadt daher jetzt vor, „Ursula“ für ein weiteres Jahr anzumieten. Und nicht nur das: Die Politiker sollen auch grünes Licht für einen zweiten „Panzerblitzer“ geben.

In den nächsten Wochen wird das Thema in den politischen Gremien diskutiert, die Entscheidung fällt am 9. Oktober im Rat. Alle Termine der politischen Gremiengibt es im Rats-Info-System der Stadt Herten.

Die Miete ist hoch - der Erlös ist noch viel höher

Wird die Miete von „Ursula“ um ein Jahr verlängert, würde das ca. 75.000 Euro kosten. Ein zweiter „Panzerblitzer“ würde mit ca. 95.000 Euro Mietkosten zu Buche schlagen. Hinzu kämen jährlich pro Blitzer ca. 18.000 Euro für die Auswertung der Bilder. Den jährlichen Kosten in Höhe von 206.000 Euro stünden schätzungsweise Einnahmen in Höhe von 864.000 Euro gegenüber. Macht unterm Strich einen Überschuss in Höhe von rund 658.000 Euro.

Vielen Autofahrer ist der Panzerblitzer ein Dorn im Auge. Immer wieder ist er das Ziel von Vandalismus.

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