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Mehrfach pro Stunde – auch nachts und am Wochenende – poltern Güterzüge durch Herten, hier am Bahnübergang Paschenbergstraße.

Prozess um Lärmschutz

Anlieger und Bahn müssen jetzt Details liefern

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HERTEN - Im aktuellen Bahnlärm-Prozess fordert das Oberlandesgericht Hamm die sechs Musterkläger aus Herten und auch die Bahn-Tochter DB Netz AG auf, Details zu liefern.

Nach der mündlichen Verhandlung am 2. Februar (wir berichteten) hat das Oberlandesgericht (OLG) noch kein Urteil gefällt, sondern beiden Parteien jetzt einen Auflagenbeschluss zugestellt. Darin bestätigt das OLG im Grundsatz das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Bochum. Die „wesentliche Beeinträchtigung der Benutzung“ der Anliegergrundstücke sei zu bejahen. Die Bahn habe passive Schallschutzmaßnahmen (spezielle Fenster usw.) an den Häusern zu bezahlen. Die Anlieger müssen nun benennen, wie sie ihre Räume zu den Gleisen hin nutzen und welchen Schallpegel sie anstreben.

Prozess sei „bemerkenswert“

Im zweiten Schritt geht es vor Gericht um die viel weitergehende Forderung nach aktivem Schallschutz (Lärmschutzwände, leisere Züge, Tempo-Limit usw.). Das Gericht erwartet dazu von der Bahn Angaben über die Nutzung der Strecke in der Vergangenheit und heute, an Wochenenden und nachts.

Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke (Frankfurt), der die Hertener Kläger vertritt, findet es bemerkenswert, dass erstmals ein Oberlandesgericht erwägt, die Bahn zu aktivem Schallschutz zu verurteilen. Er und der Wortführer der Kläger, Manfred Kitschke aus Westerholt, kündigen für März eine Bürgerversammlung an.

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