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Um Schmuggelzigaretten geht es vor dem Bochumer Landgericht. (Symbolbild)

Gerichtsprozess

Schwarzhandel mit 32 Millionen Zigaretten aus Osteuropa - So ist ein Hertener verwickelt

Knapp 7,2 Millionen Euro Schaden sollen entstanden sein. Das Bochumer Landgericht wird nun das Strafmaß verhandeln.

  • Ein Hertener wird vor dem Landgericht Bochum angeklagt. 
  • Der 51-jährige soll in den Schmuggel von 32 Millionen Zigaretten aus Osteuropa verwickelt sein. 
  • Der Angeklagte soll sich - so die Anklage - hauptsächlich um den Vertrieb gekümmert haben.

Da stehen große Summen im Raum: 32 Millionen Schmuggelzigaretten - das sind rund 160.000 Zigarettenstangen sollen aus Osteuropa geschmuggelt worden sein. Um ihren Vertrieb soll sich ein 51-jähriger Hertener gekümmert haben. Durch den Schmuggel soll ein Schaden von 7,2 Millionen Euro entstanden sein. So lautet die Anklage. 

Vier Personen wegen Schwarzhandel mit Zigaretten angeklagt

Der Fall wird ab 5. Mai am Bochumer Landgericht verhandelt. Neben dem Hertener werden drei weitere Personen im Alter von 40, 41 und 43 Jahren angeklagt. Sie stammen aus Oer-Erkenschwick, Essen und dem Raum Fulda. Sie sollen ihren Schwarzhandel mit Zigaretten professionell betrieben haben. Für die Waren seien weder Abgaben, noch Tabaksteuern, Zoll und Einfuhrsteuer bezahlt worden seien. 

Verkauf, Finanzierung und Lagerung organisiert

Der Oer-Erkenschwicker soll laut Anklageschrift den Zigarettenankauf, die Finanzierung und die Auswahl verschiedener Lagerstätten übernommen haben. Die weiteren Mitangeklagten – zwei Cousins - sollen als eine Art Zwischenhändler fungiert haben. Für die Be- und Entladung der Transport-Fahrzeuge soll der mutmaßliche Komplize aus Oer-Erkenschwick einen Hochhubwagen eingesetzt haben. 

Zigaretten zu Schnäppchenpreisen verkauft

Laut Anklage betrug der Verkaufspreis pro Stange (200 Zigaretten) zwischen 16 und 19 Euro und lag mithin weit unter dem üblichen Preisen von bis zu 65 Euro

Drei der vier Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft

Drei von vier Angeklagten sitzen seit Mitte November 2019 in U-Haft. Für den Prozess hat die 6. Wirtschaftsstrafkammer am Bochumer Landgericht vorerst 16 Verhandlungstage anberaumt. Mit einem Urteil ist voraussichtlich frühestens Mitte Juli zu rechnen.

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