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Am Rand des Hertener Schlossparks zwischen St.-Elisabeth-Hospital (links) und LWL-Klinik (Bildmitte) ist der Neubau geplant.

Schlosspark Herten

Psychiatrie in Herten platzt aus allen Nähten - das ist der Plan

Die LWL-Klinik im Schlosspark plant einen Neubau. Darin soll es eine Fachabteilung für Psychosomatische Medizin geben und ein Zentrum für Gerontopsychiatrie.

Am Rand des Hertener Schlossparks zwischen St.-Elisabeth-Hospital (links) und LWL-Klinik (Bildmitte) ist der Neubau geplant.

Es ist das größte Bauvorhaben in der 34-jährigen Geschichte der LWL-Klinik: Auf einem Teil des Parkplatzes am Rande des Schlossparks soll ein stattlicher Gebäudekomplex mit insgesamt 69 stationären Betten und zehn teilstationären Tagesklinikplätzen für Gerontopsychiatrie und Psychosomatische Medizin entstehen. Dafür muss der aktuelle Bebauungsplan geändert werden. Am 9. Oktober soll der Hertener Stadtrat den Auftakt des Verfahrens beschließen.

Mehrere Gründe für einen Neubau in Herten

Dass ein neues Gebäude nötig wurde, hat mehrere Gründe. Die Patientenzahlen steigen, der Platzmangel erfordere seit Jahren ständige Improvisationen, erklärt Heinz Augustin, Kaufmännischer Direktor der Klinik des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Speziell in der 47 Betten zählenden Abteilung für Gerontopsychiatrie (psychische Erkrankungen bei älteren Menschen) bestehe erheblicher Sanierungsbedarf. 

Unabhängig davon hat das Land NRW den Aufbau einer Fachabteilung für Psychosomatische Medizin bewilligt. Die bestehenden zehn Plätze in der Tagesklinik, die 2018 im Schloss eingerichtet wurde, sollen durch 22 stationäre Betten ergänzt werden. 

Im Vordergrund sind der geplante Neubau und der neu strukturierte Parkplatz zu sehen, links davon die bestehenden Gebäude der LWL-Klinik und die Schlossteiche, hinten rechts das St.-Elisabeth-Hospital.

Zahl der Parkplätze in Herten soll sich erhöhen

Der Neubau wird teils zwei-, teils dreigeschossig sein. Die konkrete äußere Gestaltung steht noch nicht fest. Das Gebäude soll auf einem Teil des Klinik-Parkplatzes errichtet werden und sich harmonisch zwischen den Gebäuden der LWL-Klinik und des benachbarten St.-Elisabeth-Hospitals einfügen. Stadtbaurat Christoph Heidenreich betont, dass sich die Klinik nicht weiter in den Park ausdehnen werde. Der verbleibende Teil des Parkplatzes soll neu strukturiert werden und die Zahl der Stellplätze sich dadurch von heute 213 auf 221 erhöhen. 

Die Kosten für den Neubau werden sich im zweistelligen Millionenbereich bewegen, die LWL-Klinik trägt sie alleine. Etwa 30 zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen. Baubeginn soll Mitte 2020 sein, Fertigstellung 2022.

Neubaupläne gibt es auch für ein Einkaufszentrum in Recklinghausen. Unterdessen hat ein Discounter, der auch vielen Hertenern bekannt ist, eine Filiale in Marl eröffnet.

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