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"Die Vertiefung des Raums" heißt die gemeinsame Ausstellung von (v.l.) Birgit Brinkmann-Grempel, Marc Bühren und Bettina Köppeler in der Maschinenhalle Scherlebeck. Am Samstag ist Vernissage.

Maschinenhalle Scherlebeck

Künstler beziehen Stellung zur Natur

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HERTEN - Ein rotes Kreuz empfängt Besucher einer neuen Schau in der Maschinenhalle Scherlebeck. Natur und Landschaften sind die Themen der drei Dortmunder Künstler Bettina Köppeler, Birgit Brinkmann-Grempel und Marc Bühren, die dort ab Samstag, 9. Juni, unter dem Titel „Die Vertiefung des Raums“ 24 ihrer Werke zeigen.

Bühren hat die Kreuze geschaffen, die er nicht als sakrale Kreuze verstanden wissen will. „Das Kreuz ist ein Symbol für den Tod“, sagt Bühren. Wer seine Kreuze genauer betrachtet, die er übrigens mit einem 3-D-Stift und aus Bio-Kunststoff hergestellt hat, der sieht, dass sie aus Waben bestehen. Waben stehen für Bienen – und schon ist man beim Bienensterben, der Kreis schließt sich.

Zeit- und gesellschaftskritisch sind auch die Werke von Bettina Köppeler und Birgit Brinkmann-Grempel. Während Bettina Köppelers Landschaftsbilder den Blick in die Tiefe des Bildraums lenken, die Natur dabei aufs Wesentliche reduziert ist und der Mensch darin gar nicht mehr oder nur am Rande vorkommt, zeigt Birgit Brinkmann-Grempel die Veränderungen in der Natur durch unterschiedliche Bildträger, die sie übereinander montiert. So wie die Welle auf der Plexiglasscheibe, die über eine Landschaft schwappt. Durch diese Technik erhalten ihre Bilder ihre Tiefe.

„Die Vertiefung des Raumes“ in der Maschinenhalle Scherlebeck, Scherlebecker Straße 260, Vernissage am Samstag, 9. Juni, 19 Uhr, mit Einführungsvortrag durch den Kunsthistoriker Dr. Rudolf Preuss. Anschließend geöffnet samstags 15 bis 18 Uhr und sonntags 11 bis 18 Uhr. Finissage am Sonntag, 24. Juni, 11 Uhr.

Drei Künstler beziehen mit ihren Werken Position zum Thema Natur: „Wir wollen aufmerksam machen auf die Veränderungen, die in der Natur stattfinden, jetzt“, sagt Birgit Brinkmann-Grempel. Er sei auf dem Land aufgewachsen, erzählt Marc Bühren. Dort sei heute zwar immer noch alles grün: „Doch da wachsen keine Blumen mehr.“ Wo keine Blumen, da keine Bienen. Ihm ist es ein Anliegen, einen Wandel herbeizuführen: „Wir müssen daran arbeiten, dass es nicht mehr so weiter geht.“

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