Sechs Projekte

Hertens Jugend ist preisverdächtig

  • schließen

Wenn die Stadt Herten zur Verleihung des siebten Kinder- und Jugendkulturpreises ins Glashaus einlädt, kommt nicht nur der russische Zar namens Wanja vorbei, sondern auch Romeo und Julia, die Tiere des Dschungels, junge Ausstellungsführer und zahlreiche Tänzer.

Sechs Projekte wurden mit dem Kinder- und Jugendkulturpreis ausgezeichnet. Die Preisträger 2014 sind: Sieben Schülerscouts, die die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ betreuten, die Westerholter Tanzgruppe „Steps“, die Theatergruppe „Die Abenteuer des starken Wanja“ der Christy-Brown-Schule, die Mädchentanzgruppe „Wacky Feet“ des Jugendzentrums Nord, die Projektgruppe „Eine Woche Afrika“ der Achtenbeckschule sowie die Rosa-Parks-Schülerinnen und Schüler des Theaterprojektes „Romeo und Julia“. Das kulturelle und gesellschaftliche Engagement der Gewinner wurde mit jeweils 500 Euro belohnt. „Mit dem Preis wollen wir sichtbar machen, welche tollen Sachen Kinder und Jugendliche in Schulen, Vereinen und ihrer Freizeit auf die Beine stellen“, sagte Bürgermeister Uli Paetzel zu Beginn der Veranstaltung, die die Preisträger in ein buntes Fest verwandelten. Neben Tanz, Theater und Trommeln fand ein ernstes Projekt besondere Beachtung. Sieben Schüler der Rosa-Parks-Schule und des Städtischen Gymnasiums beschäftigten sich mit den Mordopfern des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU). Karina Soni und Alina Kann sind zwei von ihnen. Die 16-jährigen haben sich zu Ausstellungsführerinnen ausbilden lassen. Anhand von Fotos und Texten erklärten die Schülerinnen den Besuchern der Ausstellung „Die Opfer des NSU“ im Glashaus, wer den sogenannten „Dönermorden“ zum Opfer fiel und warum. „Das war schon sehr bedrückend“, erinnert sich Alina Kann, die ihre Aufgabe aber gern übernommen hat. „Der Kampf gegen Rechtsextremismus ist uns wichtig“, so die Schülerinnen unisono.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Entscheidung getroffen: So wird das Banniza-Gebäude an der Kunibertistraße künftig aussehen
Entscheidung getroffen: So wird das Banniza-Gebäude an der Kunibertistraße künftig aussehen
Kurden-Demo in Bottrop: Plötzlich stehen sich 400 Menschen gegenüber - dann fliegen Steine
Kurden-Demo in Bottrop: Plötzlich stehen sich 400 Menschen gegenüber - dann fliegen Steine
Rund 200 Westfleisch-Mitarbeiter seit dem frühen Morgen im Warnstreik - das sind ihre Forderungen
Rund 200 Westfleisch-Mitarbeiter seit dem frühen Morgen im Warnstreik - das sind ihre Forderungen
Steine fliegen bei Kurden-Demo, Unfallopfer hatte Herzinfarkt, Fotowettbewerb startet
Steine fliegen bei Kurden-Demo, Unfallopfer hatte Herzinfarkt, Fotowettbewerb startet
Großbaustelle an der Klein-Erkenschwicker-Straße: Anwohner rätseln, was da gemacht wird
Großbaustelle an der Klein-Erkenschwicker-Straße: Anwohner rätseln, was da gemacht wird

Kommentare