Ein Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofs Herten bei Baumfällarbeiten.
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Ein Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofs Herten bei Baumfällarbeiten.

Natur und Umwelt

Straßenbäume in Herten: Das sind die größten Sorgenkinder

  • Danijela Budschun
    vonDanijela Budschun
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Jedes Jahr veröffentlicht der Bereich Grün des Zentralen Betriebshofs Herten (ZBH) den Baumzustandsbericht. Auch in diesem Jahr gibt es Anlass zur Sorge.

Die größten Sorgenkinder in Herten sind die Baumarten Berg-Ahorn und Birke. Ihre Vitalität sei „in einem dramatisch schlechten Zustand, eine weitere Verschlechterung zeichnet sich ab“, heißt es im Bericht. Die Ursache: der Klimawandel. Die Bäume kommen mit den sich verändernden klimatischen Bedingungen nicht klar und sterben ab.

Auch die Linden machen dem ZBH Sorgen. 40 Jungbäume, die im Frühjahr im Emscherbruch sowie am Resser Weg angepflanzt wurden, zunächst auch ausgetrieben hätten und genügend gewässert worden seien, gingen an einer noch nicht diagnostizierten Erkrankung ein. Da die Ursache und Haftungsfragen nicht geklärt werden konnten, habe der Lieferant der Linden zugesichert, die Hälfte der Bäume in diesen Monaten zu ersetzen.

Buchen haben die Trockenheit nicht überlebt

Auch in diesem Jahr ist der Katzenbusch wieder Thema im Baumzustandsbericht. Hier mussten im Berichtszeitraum vereinzelt Buchen gefällt werden, die die Trockenperioden der vergangenen Jahre nicht überlebt haben. „Insgesamt befinden sich die Buchen im Katzenbusch in einem schlechten Vitalitätszustand“, heißt es weiter. Auch für Laien gut zu erkennen sei das an den spärlich belaubten Baumkronen, an abgestorbenen Ästen und trockenen Triebspitzen. Mit einer Revitalisierung der massiv vorgeschädigten Buchen sei nicht zu rechnen, wohl aber mit weiteren absterbenden Bäumen. Immerhin: Die im letzten Jahr mit ca. 2000 jungen Eichen und Hainbuchen aufgeforstete Fläche entwickele sich gut.

Insgesamt 145 Bäume mussten im Berichtszeitraum sowohl geplant, als auch ungeplant gefällt werden. Das wird sich mit voranschreitender Erwärmung noch verstärken: Es sei davon auszugehen, dass in der Zukunft eine Vielzahl von Bäumen gefällt werden müssen bzw. ganze Baumarten im Stadtgebiet sukzessive absterben werden. Rund 100 Bäume stehen für die nächsten Monate auf der Fäll-Liste des ZBH. Mit Baumarten, die mit der zunehmenden Trockenheit besser klarkommen, will der ZBH der Entwicklung entgegensteuern. Daher werden aktuell vermehrt Silberlinden, Feldahorne, Spitzahorne und Eschen angepflanzt.

Ein paar Zahlen aus dem Baumzustandsbericht: Während die Zahl der im städtischen Baumkataster erfassten Bäume im Vorjahr um 109 auf 9884 gesunken ist, ist sie 2020 um 1082 gestiegen. Das heißt, der Baumbestand beläuft sich aktuell auf 10.966 Bäume.

Diese meisten Bäume stehen in Herten-Süd (1837), gefolgt von Disteln (1785), Scherlebeck (1751), Langenbochum (1638), Westerholt (1503), Mitte (1455), Paschenberg (600) und Bertlich (397). Hierbei handelt es sich um Bäume an Straßen, Spielplätzen, Schulen sowie Kindergärten, Sportanlagen – und, das ist neu, teilweise auf städtischen Friedhöfen. Die wurden in den Vorjahren nicht erfasst. Das erklärt zu einem Teil die Steigerung in diesem Jahr. Der andere Teil entfällt auf sukzessive Ersatzpflanzungen für gefällte Straßenbäume sowie Baumpflanzungen in neuen Baugebieten.

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