Der Mann war mit einem Rottweiler unterwegs.
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Der Mann war mit einem Rottweiler unterwegs (Symbolbild).

Zechensportplatz

Schläge beim Gassi gehen in Herten - beschuldigter Mann schildert den Vorfall anders

  • Frank Bergmannshoff
    vonFrank Bergmannshoff
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  • Danijela Budschun
    Danijela Budschun
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Eskalation beim Gassi gehen: Ein Mann und eine Frau gerieten wegen der Hunde in Streit. Die Frau berichtete später, der Mann habe sie blutig geschlagen. Der wiederum schildert den Vorgang anders.

Update: Mittwoch, 11. Dezember, 13.32 Uhr:

Bisher hatte die Besitzerin des Welpen geschildert, der Mann mit dem Rottweiler habe ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen (siehe unten). Des Weiteren habe er mit einem Elektroschocker gedroht. Die Frau hat nach dem Vorfall bei der Polizei Anzeige wegen Körperverletzung erstattet und auf Facebook ein Foto von sich mit blutiger Nase gepostet.

"Eine Abwehrbewegung gemacht"

Der Mann, der zunächst auch mit einen Zeugenaufruf der Polizei gesucht worden war, ist inzwischen bekannt. Er hat sich nämlich am heutigen Tag selbst bei der Polizei gemeldet und eine Gegenanzeige erstattet, ebenfalls wegen Körperverletzung.

Bei der Aufnahme der Anzeige schilderte er einen ähnlichen Hergang wie die Frau, am entscheidenden Punkt dann aber eine andere Sicht der Dinge. Die Frau habe "hysterisch mit der Leine nach mir geschlagen", berichtet der Mann, der von der Polizeiwache aus direkt in unsere Redaktion kam und seine Aussage wiederholte. Er habe keineswegs der Frau mit der Faust gezielt ins Gesicht geschlagen, sondern eine Abwehrbewegung gemacht und dabei die Frau im Gesicht getroffen. Eine blutende Verletzung habe er danach aber nicht gesehen. Im Übrigen besitze er gar keinen Elektroschocker.

Aussage gegen Aussage

Es handelt sich nun also um einen Fall von "Aussage gegen Aussage". Wie Polizei-Sprecher Michael Franz erläutert, ist es nun Aufgabe des zuständigen Sachbearbeiters im Regionalkommissariat, die beiden Sichtweisen zu prüfen und zu bewerten.

Weiterhin sind dabei Zeugenhinweise zu dem Vorfall hilfreich. Diese nimmt die Polizei unter der Rufnummer  0800/2361111 entgegen.

Unser bisheriger Bericht von Mittwoch, 11. Dezember: 

Die Frau, deren Name der Redaktion bekannt ist, hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Sie schildert den Fall so: Mit ihrer Tochter (6) und ihren zwei Hunden, davon ein Welpe, sowie einer Freundin sei sie auf einer Wiese auf dem früheren Langenbochumer Zechensportplatz an der Backumer Straße unterwegs gewesen, um die Hunde dort spielen zu lassen. Die Hunde seien nicht angeleint gewesen. 

Herten: Mann wirft Welpen durch die Luft

Der Welpe sei zu einem Mann gelaufen, dessen Rottweiler ebenfalls nicht angeleint war. Der Mann habe „sehr aggressiv reagiert“ und sie aufgefordert, ihre Hunde anzuleinen. Nach ihrer Antwort, sein Hund müsse doch eigentlich ebenfalls angeleint sein, habe er mit einem Elektroschocker gedroht und den Welpen, der an ihm hochgesprungen war, hochgehoben und durch die Luft geworfen.

Die Frau berichtet, sie habe den Mann geschubst und ihn gefragt, was das soll. Daraufhin habe er mit der Faust ausgeholt und ihr auf die Nase geschlagen, sodass diese stark blutete. Anschließend sei er weggegangen. Das sechsjährige Mädchen musste das alles mitansehen.

Herten: Nase der Frau ist stark geprellt

Die Frau rief die Polizei. Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab, dass die Nase nicht gebrochen, aber stark geprellt ist. Der Welpe blieb unverletzt.

Die Polizei bestätigt die Anzeige auf Anfrage unserer Redaktion. Man werde nun versuchen, den Hundehalter zu ermitteln, sagt Polizeisprecher Michael Franz. Hinweise zu dem Vorfall oder zu dem Hundehalter nimmt die Polizei unter der Rufnummer 08 00 / 23 61 111 entgegen.

Gab es den Versuch, eine Tankstelle in Recklinghausen zu überfallen? Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen.

Bei einem Unfall in Marl wurde ein Junge (9) schwer verletzt.

Emily (6) aus Oer-Erkenschwick liebt den Wald und hat doch oft große Angst - das ist der Grund.

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