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Eine der beiden Haltestellen an der Feldstraße.

Bushaltestelle in Transvaal

Bürger wünschen sich ein Wartehäuschen

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HERTEN - Viele Bürger aus Transvaal wünschen sich Verbesserungen für „ihre“ Bushaltestelle - zum Beispiel ein Wartehäuschen. Ein ohnehin nötiger Umbau könnte dabei vielleicht Möglichkeiten eröffnen.

Mit dem Auto dauert es keine Minute, durch Transvaal zu fahren. Die Siedlung besteht aus rund 50 Häusern, befindet sich gewissermaßen im Niemandsland. Die Anwohner gehören zu Herten, haben aber die Marler Telefonvorwahl. Auch die Feldstraße, an der ein Teil der Häuser steht, liegt schon auf Marler Gebiet.

Genau auf dieser Nahtstelle hält bis zu 33 Mal pro Werktag der Bus, um die Menschen in Richtung Herten oder Marl zu bringen. Für manchen Schüler oder Senior ist diese Haltestelle, salopp gesagt, das Tor zur Welt. Doch die Haltestellen auf beiden Seiten der Feldstraße haben nicht mal ein Wartehäuschen als Wetterschutz.

Haltestelle müsste versetzt werden

Anwohner Heinrich Johannes Banaszak (78) hat sich an die Hertener Allgemeine mit dem Anliegen gewandt, dass sich die Situation verbessert. Er beklagt, dass Schüler, alte Menschen mit Rollator und auch alle anderen Fahrgäste oft im Regen stehen. Nicht jetzt im trockenen Hochsommer – aber es kommen ja auch andere Zeiten.

Am liebsten möchte Banaszak die Haltestelle, an der die Busse in Richtung Herten halten, ein Stück versetzt haben: „Die Busse halten in der Einmündung Feldstraße/Transvaaler Straße und sind dort eine Sichtbehinderung für Autofahrer.“

Um das Problem zu erörtern, müssten noch mehr Beteiligte an einen Tisch als die Städte Herten und Marl. Die Feldstraße ist eine Landesstraße, für Umbauten ist der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig. Auch die Vestische als Verkehrsunternehmen, der Kreis Recklinghausen als Träger des Nahverkehrs und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr müssten mit ins Boot.

Barrierefreiheit ist noch nicht gegeben

Die Stadt Herten teilt dazu mit, dass die Verlegung einer Haltestelle erfahrungsgemäß mindestens 25.000 Euro kostet. Es müsse daher zunächst ermittelt werden, ob das nötig ist – ob sich dort zum Beispiel Unfälle häufen. „Dies ist definitiv nicht der Fall“, betont Corina Plötz aus der städtischen Pressestelle.

Auch das Aufstellen von Wartehäuschen ist aktuell nicht möglich, erläutert Angie Kreutz aus der Pressestelle der Vestischen. Die Flächen der Haltestellen sind nicht groß genug. Pro Werktag steigen an der Feldstraße in Transvaal durchschnittlich 16 Fahrgäste ein und 16 aus. Die Haltestelle steht also, was den Handlungsdruck angeht, nicht allzu weit oben auf der Prioritätenliste.

Hopfen und Malz sind dennoch nicht verloren. Bis Ende 2022 müssen alle Haltestellen in Deutschland barrierefrei sein, höhere Bordsteine sowie Bodenplatten mit Rillen und Noppen für Sehbehinderte eingebaut werden, damit alle Fahrgäste sicher und ohne Stolperkante einsteigen können. An der Haltestelle in Transvaal hat der Landesbetrieb Straßen NRW dies noch nicht erledigt. Bei den Arbeiten könnte eine Verlegung und/oder Verbreiterung geprüft werden.

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