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Der Zentrale Betriebshof Herten sucht den Besitzer von Minischwein "Rudi", das jetzt "Berti" heißt.

Fundtier

Minischwein "Rudi" aus Herten heißt jetzt "Berti" und hat ein neues Zuhause 

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Die Feuerwehr informierte den Zentralen Betriebshof am Dienstag: Ein Ehepaar hatte in Herten ein Minischwein gefunden. Jetzt hat es ein neues Zuhause und einen neuen Namen.

Update 20. September, 15 Uhr:

Das Minischwein wohnt jetzt in Haltern. „Bei uns heißt Rudi aber Berti“, berichtet Mareike Röttger lachend. „Bei uns“ ist ein Bauernhof in der Nachbarschaft zum Tierpark Granat, auf dem die Hertenerin als Sozialpädagogin arbeitet. Dort gibt es eine Wohngruppe des LWL-Jugendhilfezentrums Marl, in der mit tiergestützter Therapie gearbeitet wird. „Wir haben Hühner, Pferde, und die Kollegen hatten schon immer den Wunsch, dass hier ein Minischwein hinkommt“, berichtet Rötter. Und ergänzt: „Wir haben Platz.“ 

Minischwein soll Gesellschaft bekommen

In einem 500 Quadratmeter großen Gehege hat „Rudi“, der jetzt „Berti“ heißt, einen Stall für sich.

Zwischenzeitlich hatte es Verwirrung gegeben, ob das Fundtier ein Minischwein sei oder ein "ganz normales" Ferkel, das zu einem großen Schwein heranwächst. Mareike Röttger stellt klar: "Es ist ein Minischwein." Manche Rassen könnten bis zu 100 Kilo schwer werden. Die Tierärztin schätze, dass "Berti" zu einem 30 bis 40 Kilo schweren Minischwein heranwachsen werde.


Update 18. September, 19:55 Uhr:

Entgegen erster Informationen ist "Rudi" kein Minischwein, sondern ein etwa vier bis fünf Wochen altes Ferkel. Das hat eine Untersuchung beim Tierarzt ergeben, berichtet Martina Kuhnt vom ZBH. "Rudi" wird daher auch nicht auf dem Hof Wessels untergebracht. Das Ferkel wird in den kommenden Monaten aller Voraussicht nach zu einem stattlichen 30 bis 40 Kilogramm schweren Schwein heranwachsen. Dafür muss es aber erst einmal aufgepäppelt werden, denn es ist laut Kuhnt in einem schlechten gesundheitlichen Zustand und total unterernährt. Das Aufpäppeln habe jetzt eine Fachfrau übernommen. Der ZBH bittet den Besitzer des Ferkels weiterhin darum, sich zu melden - telefonisch unter 02366 / 303 133 oder per E-Mail unter m.kuhnt@herten.de. Passiere das nicht, werde "Rudi" im Wildpark Granat in Haltern untergebracht. 

So haben wir bisher berichtet:

Er ist klein, hat eine rosa Haut mit ein paar dunklen Flecken und ist ziemlich müde: "Rudi" haben sie beim Zentralen Betriebshof Herten (ZBH) das Minischwein getauft, das ein ZBH-Mitarbeiter am Dienstagabend bei einer Familie an der Kaiserstraße abgeholt hat. Das Ehepaar hatte das Tier zuvor auf einem Weg, der zwischen Gartenstraße und Eschenweg parallel zur Bahnlinie verläuft, gefunden.  Sie klemmten sich "Rudi" kurzerhand unter den Arm und informierten die Feuerwehr. Die Leitstelle wiederum rief den ZBH - denn der ist für Fundtiere zuständig, erklärt Heinrich Weidner, Einsatzleiter für Straßenreinigung, Abfallwirtschaft und Winterdienst beim ZBH.

"Rudi" findet zunächst Obdach beim ZBH in Herten

Der Fahrer brachte "Rudi" daraufhin zum Bauhof des ZBH, wo er nun vorübergehend Obdach in einem Hundetransportkorb im Büro von Martina Kuhnt gefunden hat. "Er hatte Hunger", berichtet die Sachbearbeiterin. "Eine ganze Banane und zwei Tomaten hat er verputzt, die Gurke und den Apfel bisher aber verschmäht. Vielleicht ist er aber auch einfach satt." Er wirkt so: "Rudi" liegt im Korb und hat die Augen zu.

Hof Wessels in Herten stellt vorübergehend eine Notunterkunft

Der ZBH sucht nun nach dem Besitzer des Minischweins. Wer es vermisst, kann sich telefonisch mit Martina Kuhnt unter der Rufnummer 02366 / 303 133 in Verbindung setzen, oder per E-Mail an m.kuhnt@herten.de. Beim ZBH kann das Tier nicht bleiben. Martina Kuhnt hat daher schon ihre Fühler ausgestreckt: "Der Hof Wessels hat sich bereit erklärt, vorübergehend eine Notunterkunft für Rudi zur Verfügung zu stellen", berichtet die ZBH-Mitarbeiterin. "Aber wenn sich kein Besitzer meldet, müssen wir einen anderen Platz für ihn suchen."

Das Tierheim in Recklinghausen, das auch für Fundtiere aus Herten zuständig ist, hat ebenfalls Bereitschaft signalisiert. So sehr sie sich darüber freut - Martina Kuhnt hält eine Unterbringung in einem Zwinger in Nachbarschaft zu Hunden für keine gute Lösung: "Die Unterbringung wäre nicht schweinegerecht. Schweine sind total sensibel. Das Gekläffe - das kann der nicht gut ab."

Während in Herten "Rudis" Besitzer gesucht wird, sucht man in Recklinghausen jede Menge Vorleser

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