Fast fertiger Radweg auf ehemaliger Zechenbahntrasse in Disteln, direkt an der Stadtgrenze Recklinghausen-Hochlar. Foto: Martin Pyplatz
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Fast fertiger Radweg auf ehemaliger Zechenbahntrasse in Disteln, direkt an der Stadtgrenze Recklinghausen-Hochlar. Foto: Martin Pyplatz

Zechenbahntrasse

Auf dem neuen Radweg geht's voran

HERTEN - Freigegeben ist der neue Zechenbahn-Radweg quer durch die Stadt noch nicht - ist bei den Hertenern jedoch jetzt schon beliebt. Die Bauarbeiten gehen gut voran, in den vergangenen Tagen hat auch der zweite Abschnitt zwischen Feldstraße, Backumer Straße und Über den Knöchel eine Asphaltdecke erhalten. Vor allem bei der Finanzierung bleiben jedoch viele offene Fragen.

Kaum war die schwarze Masse erkaltet, machten sich Spaziergänger, Radler und Inline-Skater die neue Piste zu eigen – offiziell freigegeben ist sie aber noch nicht. Der Regionalverband Ruhr (RVR) als Bauherr toleriert die Ungeduld der Hertener zwar. Bereichsleiter Ulrich Carow weist aber noch einmal darauf hin, dass das Betreten eigentlich verboten ist: „Solange der Weg nicht freigegeben ist, betreten die Leute ihn auf eigene Gefahr.“

Der erste, zwei Kilometer lange Bauabschnitt zwischen Kaiserstraße/Akkoallee und „Über den Knöchel“ sollte schon im Frühsommer freigegeben werden. Wegen des langen Winters waren aber die gepflasterten Anbindungen des Rad- und Wanderweges an die Straßen nicht mehr mit dem Zeitplan in Einklang zu bringen, erklärt Ulrich Carow. Sie wurden in den zweiten Bauabschnitt übertragen. Der begann im Juli und soll laut aktueller, vorsichtiger Prognose noch in diesem Jahr beendet sein. Der Weg reicht dann auf fünf Kilometern bis nach Recklinghausen-Stuckenbusch.

Viel mehr Kopfzerbrechen bereiten den Planern zurzeit die Arbeiten, die einst dem dritten Bauabschnitt zugeteilt wurden. Dieser umfasst auch die Sanierung von acht maroden Brücken, über die der Weg künftig führen soll. Bei Arbeiten an der früheren Eisenbahnbrücke an der Mühlenstraße in Langenbochu traten unerwartete Komplikationen auf. Auch die Arbeiten an weiteren Brücken dauern noch an, andere sind schon fertig, etwa drei Bauwerke in Recklinghausen-Hochlar. Die Brücke am Katzenbusch wird, so Carow, bald wieder eingehängt. Im Sommer 2014, so die Planung, soll der gesamte Radweg fertig sein.

Probleme bereitet jedoch zurzeit noch die Finanzierung. Für die ersten vier Bauabschnitte sei die ÖPEL-Förderung (Ökologie-Programm Emscher-Lippe) zwar gesichert, gab der Regionalverband Ruhr (RVR) schon im Juni bekannt. Doch die langfristig geplante Weiterführung des Radwegs im Norden von Westerholt nach Gelsenkirchen und im Süden durch den Tunnel unter der Halde Hoheward steht noch auf der Kippe.

Bei der Sanierung der acht maroden Brücken sind zum Teil die Kosten explodiert. Das Gesamtbudget ist aber weiterhin bei rund 7,6 Millionen Euro gedeckelt. Ziel des RVR ist es daher nun, an anderen Stellen zu sparen.

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