Buchstäbliche Verzweiflung

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Unsere Online-Bloggerin Ellen über leere Köpfe und noch leerere Mägen.

Die Buchstaben auf meiner Laptop-Tastatur strahlen mich an. Sie sind neben der roten Standby-Lampe des TV-Gerätes die einzige Lichtquelle im dunklen Raum. Ich strahle gehässig zurück und entdecke beim näheren Hinsehen Krümel. Ebenfalls sehe ich neben dem Touchpad einen bräunlichen Fleck, der ganz klar einer der fünf Tassen Kaffee vom heutigen Tage zugeordnet werden kann.

Draußen suhlt sich das junge Jahr in Pfützen und muffelt bereits wie ein nasser Hund. Ich bleibe lieber im Warmen, lauschen dem Wind, der mir durch die Türzarge einen Besuch abstattet und mache weiter. Schreiben, tippen, verzweifeln, Kaffee kochen, in die Tasten hauen.

Ich sitze an meiner Bachelorarbeit. Ich bin nicht der erste Mensch, der eine Abschlussschrift verfassen muss, jedoch kommt es wieder über mich. Panik und dann dieses Gefühl von Nichts. Gedankenleere. Ich bin sprach- und wortlos. Ich betrachte die schön sortierte QWERTZ-Tastenbelegung, die für mich lediglich ein leuchtenden Buchstabensalat ergibt. Und dann bekomme ich Hunger.

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