Ellen sorgt sich

Mein Freund, der Baum

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Ein Knacken folgt auf das nächste und dann ein lauter Rums. In Sekunden sitze ich im Rückflug vom Land der Träume zum Flughafen Bett. Hellwach muss ich der frühmorgendlichen Unruhe nachgehen. Ein Blick aus dem Fenster erklärt alles.

Ein Baum vor meiner Haustür hat den Kampf gegen das Unwetter gestern Nacht nur halb gewonnen. Gegen sechs Uhr knickte ein großer Teil des Stammes ab und machte sich auf der Straße breit. Haarscharf an meinem parkenden Auto vorbei. Zum Glück blieben auch die frühen Vögel, die uns zum Beispiel morgens die Zeitung bringen, verschont. Keiner verletzt. Nur der mächtige Baum, mit seiner grünen Blätterpracht, steht da jetzt ganz unbeholfen, weil ihm ein Teil fehlt. Vielleicht gehe ich ihn gleich, dem neuen Trend nach, umarmen. Ich hab gehört, das soll eine ganz heilsame Erfahrung sein. Für mich oder für ihn, man wird sehen.

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