Wer die Frauen nicht hinter sich hat ...

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Zugegeben: Finanzmagazine zählen nicht zu meiner Lieblingslektüre. Aktienkurse, die finde ich spannend, weil klar ist, dass irgendwann die Katstrophe eintritt. Nur wann? Neulich beim Zahnarzt habe ich im Wartezimmer ein uraltes Wirtschaftsblatt erwischt, das es in sich hatte. Ein Artikel über einen Schweizer Geschäftsmann fesselte mich mindestens genau so wie Dax und Dow Jones. Das Besondere an ihm und seinem Unternehmen war, dass er ausschließlich Frauen beschäftigte. Begründung: Frauen bringen im Job einfach bessere Qualität. Das klingt plausibel, dachte ich mir.

Und natürlich liest man so was als Frau doch gern. Der Kaufmann lobt die Teamfähigkeit seiner Mitarbeiterinnen, spricht von jährlichen Umsatzzuwächsen von 25 Prozent. Zudem schwärmt er vom tollen Arbeitsklima und zitiert Oskar Wilde: „Wer die Frauen nicht hinter sich hat, wird im Leben nie Erfolg haben.“ Nun ja, an diesem Bonmot missfällt mir das „hinter sich“, weil es ja bedeutet, dass doch wieder der Mann an der Spitze steht. Weit mehr missfällt mir der Einwurf des Kollegen, als ich von dem Kaufmann erzähle, der nur Frauen beschäftigt. „Betreibt er ein Freudenhaus?“

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