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Ausgezeichnet als bester Schauspieler in einer Dramaserie ("House of Cards"): Kevin Spacey.

Golden Globes 2015

Und die Gewinner sind: Netflix und Amazon

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Los Angeles - Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die Video-on-Demand-Anbieter bei hochwertigen Serienproduktionen mittlerweile den Ton angeben, die Golden Globes haben ihn in der Nacht zum Montag geliefert. Denn zu den großen Gewinnern der 72. Preisverleihung in Los Angeles gehörten Netflix und Amazon.

"House of Cards" ist eine Serie, die in erster Linie von ihren hervorragenden Schauspielern lebt. Dem trug die Jury der Hollywood Foreign Press Association erneut Rechnung und zeichnete in diesem Jahr Kevin Spacey als besten Hauptdarsteller in einer Dramaserie aus. Schon 2014 hatte die Netflix-Produktion über einen korrupten US-Politiker (Spacey), der mit allen Mitteln nach der Macht im Land strebt, einen Golden Globe für die beste Hauptdarstellerin (Robin Wright) erhalten. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte in einer der zahlreichen Werbepausen während der Zeremonie ein Teaser zu der ab 27. Februar bei Netflix USA zu sehenden dritten Staffel. So viel sei gesagt: Wer meint, die Serie habe dramaturgisch nach bisher 26 Folgen nichts mehr zu bieten, wird schon mit diesem 45-sekündigen Vorgeschmack eines besseren belehrt.

Eine weitere Auszeichnung gab es für Netflix in der Kategorie "Beste Miniserie" für "Fargo". In der Serie, die zwar inspiriert vom gleichnamigen Kultfilm der Coen-Brüder von 1996, aber dennoch eigenständig ist, glänzen Martin Freeman und Billy Bob Thornton in den Hauptrollen. Letzterer erhielt bei der Veranstaltung denn auch völlig zurecht den Golden Globe als bester Hauptdarsteller in einer Miniserie.

Ebenfalls ein Doppelschlag bei den Globes gelang "Transparent", einer Eigenproduktion von Amazon: Im Mittelpunkt steht ein älterer Familienvater, der nach Jahren der Geheimniskrämerei endlich als Frau leben möchte. Hauptdarsteller Jeffrey Tambor wurde für seine Leistung als bester Schauspieler in einer Comedyserie ausgezeichnet. Für die Serie gab es zudem die Trophäe für die beste Comedyserie. Bisher gibt es eine Staffel mit zehn Folgen; eine zweite Staffel soll folgen. In Deutschland ist die Serie noch nicht zu sehen.

Auf einen Blick:

Den Preis als beste Dramaserie sicherte sich "The Affair". Die Produktion des Pay-TV-Senders Showtime erzählt von einem Ehebetrug und den Auswirkungen auf die Charaktere und deren weitere Beziehungen. Außerdem gewann Hauptdarstellerin Ruth Wilson als beste Schauspielerin. Ein Sender bzw. ein Termin für die Ausstrahlung in Deutschland steht noch nicht fest.

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