Hauptsache es fährt

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Wenn es ums Autofahren geht, scheiden sich die Geister. Die einen denken praktisch; das sind oft Frauen, also ich. Sie wollen von A nach B kommen – möglichst sicher und komfortabel, bei Bedarf mit Kind und Kegel. Die anderen fahren gern um des Fahrens willen; das sind häufig Männer, also er. Manche quetschen sich auch gerne mal für Spaß in ein Spielzeugauto ohne Kofferraum, dafür mit Hunderten PS und fahren auf Rennstrecken im Kreis – ohne Ziel, Hauptsache schnell.

Bewegen sich nun diese zwei Spezies im Straßenverkehr, nehmen sie ihr Umfeld völlig unterschiedlich wahr. Die Frau sieht die Verkehrsschilder, registriert das Tempolimit und versucht, sich daran zu halten . Der Mann achtet auf Starenkästen, weiß, woran man eine Zivilstreife erkennt und ahnt, in welchem Fahrzeug am Straßenrand ein Blitzer lauert. Sein heißer Reifen ist ihm heilig, die Möglichkeit, sich einfach mal an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit zu halten , schließt er offenbar aus.

Ich führe das jetzt nicht weiter aus, sonst bekomme ich Ärger mit dem Mann. Im Übrigen stehe ich selbst durchaus auf schnittige Autos. Sie dürfen auch gerne nach viel PS aussehen und vor allem klingen, ich muss damit aber nicht Vollgas geben. Unterm Strich gilt doch für jedes Auto: Hauptsache es fährt.

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