Herkules-Aufgabe für die Planung

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Gelsenkirchen - Als sich Schalkes Spieler nach dem Spiel gegen Hoffenheim Richtung Nordkurve bewegten, glich das nicht zum ersten Mal einem Gang in den Beichtstuhl, bei dem der reuige Sünder auf Vergebung durch eine höhere Macht hofft. Das wäre schon das Maximale, das die Profis in dieser Saison von ihren Fans erwarten dürfen.

Es ist gar nicht mehr so leicht, das alles noch zu kommentieren. Denn diese Schalker Mannschaft ist auch an dieser Stelle schon so in alle Einzelteile zerlegt worden, wie es die meisten Gegner Woche für Woche tun. Und regelmäßig belegt diese nach Meinung vieler Beobachter schlechteste Schalker Mannschaft seit langer, langer Zeit, dass die zum Teil harte Kritik auch berechtigt ist.

Weil die Gegenwart so trist ist, empfiehlt sich der Blick nach vorn. Da ist es nun offenbar fast überlebensnotwendig, einen Sportdirektor, Kaderplaner, Technischen Direktor und wen sonst noch alles zu verpflichten. Positionen, deren Arbeitsvolumen ein „richtiger“ Manager „früher“ mehr oder weniger alleine erledigt hat, in der aufgeblähten Bundesliga-Branche nun aber eine immer unentbehrlicher werdende Bedeutung genießen.

Man kann dazu stehen, wie man will, eines ist sicher: Verpflichtet Schalke einen Kaderplaner, steht der vor einer Herkules-Aufgabe. Denn in der aktuellen Mannschaft stimmt so gut wie nichts.

Wer nun aber glaubt, ein Kaderplaner sei die Lösung aller Probleme, sollte lieber mal nach Stuttgart rüberschauen. Dort hat mit Michael Reschke einer der anerkanntesten Kaderplaner, der angeblich auch auf dem S04-Zettel steht, eine Mannschaft zusammen gestellt, die anscheinend noch schlechter als die Schalker Mannschaft ist.

Und das will in dieser Saison wirklich etwas heißen.

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