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Kevin Spacey als Francis "Frank" J. Underwood und Robin Wright als seine Ehefrau Claire Underwood in "House of Cards". Foto: 2013 MRC II Distribution Company L.P.

House Of Cards

Zwölf Sekunden machen Lust auf mehr

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Und der nächste spannende, wenn auch sehr kurze Trailer ist draußen: Es gibt endlich einen Termin für die dritte Staffel von "House Of Cards"!

VORSICHT: SPOILER! Der folgende Text enthält Infos über die Staffeln 1 und 2 von "House Of Cards". Wer noch nicht alle Folgen kennt, sollte nicht weiterlesen!

Es sind gerade einmal zwölf Sekunden, für Fans der Serie reicht das aber schon: Am 27. Februar 2015 startet die neue Staffel der exzellenten Drama-Serie mit Kevin Spacey. Wieder natürlich exklusiv auf Netflix. Und das dürfte bedeuten, dass wir auch in Deutschland wieder zeitnah in den Genuss kommen werden. Die Frage bleibt nur, ob Sky sich die Erst-Rechte erneut schnappt. Aber selbst dann wäre ein Starttermin im Frühjahr noch denkbar. Spannend wird es allemal. Immerhin haben wir nun über zwei Staffeln mitverfolgt, wie sich Protagonist Frank Underwood den Weg vom Fraktionsführer der Demokraten zum Präsidenten der USA bahnt. Dabei immer skrupellos, machtbesessen, aber am Ende irgendwie doch sympatisch.

Ohnehin ist das der größte Reiz an "House Of Cards": Was die Hauptfigur da treibt, ist alles andere als ethisch oder moralisch korrekt. Es dient einzig und allein dem Machterhalt, der Machtausweitung. Dennoch schlägt man sich schnell auf die Seite von Underwood. Vor allem weil er zwischendurch die Zuschauer direkt anspricht und seinen persönlichen Kommentar abgibt, fühlt man sich unweigerlich mit ihm verbunden. Man ist Teil des teuflischen Spiels, das er da treibt. Und das kann ungeheuren Spaß machen. Dr. House war dagegen noch harmlos.

Die Idee hinter der Serie ist natürlich nicht neu. Die BBC hat Anfang der 90er Jahre bereits eine gleichnamige Serie produziert, die aber in der britischen Regierung spielt. Also nichts für Amis. Netflix hat deshalb zusammen mit Regisseur David Fincher die Neuauflage gewagt und zudem mit Kevin Spacey einen gnadenlos guten Schauspieler für die Hauptrolle gewonnen.

Bis in die kleinsten Details wird der US-Politbetrieb seziert, manchmal so detailliert, dass es einem schaudert. Und es lässt einem auch am eigenen Staatssystem zweifeln, was vielleicht auch die Lehre aus alledem ist. Immerhin sagt Underwood zum Ende der zweiten Staffel: "Ich habe es ohne einen einzigen Wähler ins Amt des Präsidenten geschafft. Demokratie wird so oft überschätzt." Prägend für den Rest der Serie.

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