Intendant bleibt sich bis zuletzt treu

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Zum Schluss dreht Frank Hoffmann noch einmal richtig auf. Schon im vergangenen Jahr hat der Festspielchef alle Kritiker Lügen gestraft, die sein Programm oft als zu nichtssagend, (Hollywood-)Star-lastig und aufs reine Amüsement zielend bemängelten.

Der anspruchsvolle Mix, so politisch wie selten, kam an und bescherte dem Festival einmal mehr beachtliche Besucherzahlen. Den Weg, mutig (gesellschafts-)politisch Flagge zu zeigen, gerade jetzt in der Zeit des großen Umbruchs Utopien zu wagen und sein Publikum nicht nur glänzend zu unterhalten, sondern mit brisanten Stoffen zu fordern und neue Denkweisen und Perspektiven anzustoßen, geht Hoffmann auch in seinem letzten Jahr konsequent weiter.

Mit dem Motto „Heimat“ und seinem diesjährigen Programm zeigt der Festivalmacher an, wohin die Reise nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus gehen muss: für das Ruhrgebiet, für die Menschen, – und für die Ruhrfestspiele. Mit der Vergangenheit im Herzen heißt es neu gestalten, erfinden und sich öffnen. Auch mit den Hollywood-Stars zum Abschied bleibt sich der Luxemburger mit einem ironischen Augenzwinkern treu. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, wenn John Malkovich in seiner Tour de Force über Kulturkritiker lästert…

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