Kreishaus: Das wird noch teuer

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KREIS RE - Die Kreisverwaltung hält sich bei ihren aktuellen Kreishaus-Sanierungsplänen an die Vorgabe, nur „sicherheitsrelevante Mängel“ nach Vorgabe des Bürgerbegehrens beheben zu lassen. Doch damit ist noch lange nicht der komplette Sanierungsbedarf gedeckt.

Alles andere als die "Sanierung auf Sparflamme" wäre auch ein Verstoß gegen den Kreistagsbeschluss und würde zumindest jene Politiker auf den Plan rufen, die das Bürgerbegehren gegen den Neubau des Kreishauses unterstützt haben. Dass eine halbe Millionen Euro für Stehleuchten ausgegeben werden soll, erscheint irritierend. Doch wenn die Lampen notwendig sind, um den Bestimmungen der Arbeitsstättenverordnung Rechnung zu tragen, wird man dagegen nichts einwenden können. Das Gleiche gilt auch für den alten Teppichboden, der raus muss. Denn gesundheitliche Beeinträchtigungen sind nicht ausgeschlossen.

Der Kreis hat stets darauf hingewiesen, dass im Kreishaus Sanierungsbedarf besteht, der vom Inhalt des Bürgerbegehrens nicht abgedeckt ist. Fenster, Fassaden und Dach werden hier als Beispiele genannt. Und an diesem Punkt könnte es heikel werden. Denn der Vorwurf, gegen das Bürgerbegehren zu verstoßen, wäre dann schnell bei der Hand. Doch um die Substanz des Gebäudes zu erhalten – was jahrzehntelang ja nicht geschehen ist – wird man nicht umhinkommen, sich später auch mit diesen Aspekten zu beschäftigen. Dem Kreistag obliegt dabei die Aufgabe, Notwendigkeit und Kosten zu kontrollieren.

Doch niemand sollte sich Illusionen hingeben. Das Kreishaus wird noch hohe zweistellige Millionensummen an Steuergeldern verschlingen.

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