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Hauptdarstellerin Taylor Schilling spielt die Gefangene Piper Chapman.

„Orange Is The New Black“

Frauenknast – nur besser

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Ein Frauenknast, eine korrupte Gefängnisleitung, eine Lovestory: Klingt nach abgedroschener TV-Seifenoper, ist aber der Inhalt einer starken Webserie aus Amerika. „Orange Is The New Black“ kommt aus dem Hause Netflix – und wurde nicht umsonst für drei Golden Globes nominiert.

Die Geschichte basiert auf dem Buch „Orange Is the New Black: My Year in a Women's Prison“ von Jenji Kohan. Die wohlerzogene und aus gutem Hause stammende Piper Chapman muss wegen eines früheren Drogendeliktes für 15 Monate ins Gefängnis. Dort wird sie nicht nur gnadenlos mit allen Klischees des Knast-Alltages (Lesben-Sex, Cliquen, Schwarzhandel) konfrontiert; auch ihre Ex-Freundin – die für die Verurteilung der blonden Unschuld verantwortlich ist – landet zufälligerweise in derselben Haftanstalt. Pipers beruflich erfolgloser Freund Larry bleibt derweil zu Hause und muss sich den Herausforderungen der neuen Einsamkeit stellen.

Nicht nur für weibliche Zuschauer

Klar, dass Liebes-Wirrwarr und Drama vorprogrammiert sind. Wer jetzt allerdings denkt, „Orange Is The New Black“ sei eher eine Serie fürs weibliche Gemüt, liegt mächtig daneben. Die total verpeilte Piper tritt mit ihrer unbekümmerten Art immer wieder in neue Fettnäpfchen – was auch bei männlichen Zuschauern für viele Lacher sorgen dürfte. Zudem schaffen es die Macher mit einer fesselnden Story, einer starken Charakterentwicklung und den authentisch erzählten Geschichten der Mithäftlinge immer wieder, den Spannungsbogen oben zu halten.

Auch ohne Stars gelungen

Die Netflix-Produktion kommt derweil fast ohne Hollywood-Größen aus. Zwar sind die beiden Hauptrollen mit den Piper- und Larry-Darstellern Taylor Schilling und Jason Biggs prominent besetzt. Die weiteren Figuren werden jedoch auch ohne große Namen gut gespielt. Das machte sich zuletzt bei der Verleihung der Golden Globes bemerkbar: Neben einer Nominierung als beste Comedy-Serie waren aus der OITNB-Besetzung Taylor Schilling als beste Hauptdarstellerin und Uzo Aduba, die eine verrückte Außenseiterin spielt, als beste Nebendarstellerin nominiert.

Für den ganz großen Wurf hat es zwar noch nicht gereicht, dennoch bleibt „Orange Is The New Black“ ein Geheimtipp für alle Serienfans. Und wer weiß – vielleicht schaffen es die beiden bislang ausgestrahlten Staffeln bald aus dem Web- ins Free-TV. Netflix-Kunden dürfen sich unterdessen schon jetzt freuen: Gerade läuft die Produktion einer dritten Staffel mit weiteren 14 Episoden.

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