Professor als Büttenredner

Karneval statt Klausur

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Datteln - Vor mir steht eine Tasse, in der heißer Tee dampft. Mein Kopf tut das auch. Die Endphase des Wintersemesters wurde letzte Woche vom Professor eingeläutet. „Einmal sehen wir uns noch und dann schreiben Sie die Klausur. Ich hoffe, liebe Studenten, Sie sind vorbereitet“. Vorbereitet? Nein, das bin ich nicht. Zumindest nicht auf die Prüfungen.

Ich starre den Tee an und wünschte, er würde sich langsam in ein kühles Kölsch verwandeln. Meine Gedanken kreisen, nicht um den Lernstoff, sondern um Karneval. Auch wenn es bis zur Fastnachtswoche noch ein wenig dauert, bin ich schon jetzt erfüllt mit Euphorie. Am liebsten würde ich mich völlig dem Auswählen von Kostümen und dem Hören von Faschingsmusik hingeben. Im Gegensatz dazu muss ich mich jedoch mit Formeln und Fremdwörtern wie "Agenda Setting" und "Gatekeeper" befassen. Da kommt bei mir nicht das Verlangen auf, Konfetti zu werfen. Aber ich weiß, es dauert nicht mehr lange, bis ich endlich wieder zum Jeck werden darf. Bis es soweit ist, stelle ich mir einfach den Professor hinter seinen Stehpult als Büttenredner vor. Wenn die Vorlesung in meiner Vorstellung zur Karnevalssitzung wird, kann ich den Klausuren sicherlich mit Humor entgegensehen.

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