Unerträglich leicht

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MARL - „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ heißt ein Buchtitel aus den 1980er-Jahren. Diese Leichtigkeit empfand ich jetzt, als ich mich nach unserem Urlaub morgens wieder auf die Waage stellte. 15,3 Kilogramm zeigte sie an.

War ich wirklich schon wach? Kneifen wollte ich mich nicht. Ich hasse Gewalt. Also rieb ich mir die Augen. Dass ich bei unseren anstrengenden Wandertouren 60 Kilo Schweiß im Gebirge gelassen haben soll, erschien mir unwahrscheinlich. Nach dem Auswechseln der Batterien zeigte die Waage aber dieselbe Leichtigkeit an.

Sollte der Genuss von Pizzen, Cevapcici und etlicher Portionen Eis etwa folgenlos gewesen sein? Meine Frau, ganz Praktikerin, holte mich auf den Boden der Tatsachen zurück: Die oberen Striche der Digitalanzeige funktionieren nicht mehr, sagte sie. Deshalb sehe ich statt der 7 eine 1.

Sofort fühlte ich mich wieder schwerer. Wie simpel doch die Realität sein kann. Schade. Jetzt habe ich keinen Grund mehr, abzuheben.

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