Verjüngungskur mit viel Respekt

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Keine Stars, kein Riesen-Spektakel, keine Weltpremiere oder Uraufführung. Stattdessen tischt der neue Festivalchef am Eröffnungstag ein einladendes Theaterfest für alle auf. Erfrischend anders und mit einem Gesamtkonzept, das stimmig bis ins libanesisch-arabisch-türkische Buffet war, ist Olaf Kröck in seine erste Saison gestartet.

Statt Festival und Haus wie seinerzeit Frank Castorf in Brachial-Manier zu seinem eigenen zu machen, modernisiert und verjüngt er die Ruhrfestspiele mit großem Respekt vor dem, was vor ihm war und wie alles begann. Aber vor allem: Olaf Kröck nimmt sein Publikum ernst – und um einiges behutsamer mit. Genauso sympathisch: Dass das Scheitern genauso wie der Verlust zum Leben gehört, unterstrich Kröck, als er im Interview mit dieser Zeitung öffentlich zugab, dass ihm seine eigentliche Eröffnungspremiere spät weggebrochen ist. Wie ein fades aufgekochtes Not-Süppchen schmeckte das Literatur-Tanz-Doppel zum Auftakt aber keineswegs.

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