Wandern mit Wisent

Tierische Begegnung

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Wilde Tiere, ein bissiger Löwe, ein großmäuliges Nilpferd, die gibt es bei uns nicht. Ziemlich ungefährlich gestaltet sich so unser Leben. Spaziergänge im Wald, Wanderungen über heimische Anhöhen oder das Schwimmen in Gewässern bleibt tierisch harmlos. Als unsere Vorfahren Tür an Tür mit wilden Tieren lebten, war das nicht immer friedlich und abenteuerlos.

Wollnashorn oder Säbelzahntiger streunten in freier Wildbahn. Nicht nur die Veränderung von Flora und Fauna brachten das Aussterben solcher Tiere und die Minderung der Artenvielfalt mit sich. Mit dem Wissen, dass in Deutschland lediglich Fuchs und Reh durch die Wälder hopsen, ging ich auf große Wanderung. Was mir dann über den Weg lief, mochte ich kaum glauben. Ein Wisent, knapp zwei Meter hoch. Mit einem großen Schädel, den zwei Hörner zierten, spazierte es durch das Dickicht. Es lässt vermuten, dass ich mich auf eine Zeitreise begeben hätte. Doch die Begegnung mit dem braunen Riesen hatte einen anderen Grund. 2013 lies eine Initiative acht Wisente im Sauerland frei, mit dem Ziel der Wiederansiedlung. Die Herde vermehrte sich und läuft jetzt fröhlich durch den Wald. Als Mittagssnack gönnt sie sich ein Stück Baumrinde und jagt uninformierten Wanderern einen kleinen Schrecken ein.

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