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Eine Marler Familie war wohl in einem Raub verwickelt.

Sparclub

77.000 Euro Raubbeute: Spur führt zu einer Marler Familie

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Zwei Kassierer eines Sparclubs wurden 2018 in Gevelsberg überfallen. Die Spur der Täter führt nach Marl - nun gibt es eine Verurteilung.

  • Im September 2018 wurden zwei Kassierer eines Sparclubs überfallen.
  • Beute: 77.000 Euro
  • Die Spur führt zu einer Marler Familie.
Der Raubzug war bis ins Detail geplant – es gab sogar einen Testlauf. Im September 2018 wurden in Gevelsberg zwei Kassierer eines Sparclubs überfallen. Die Beute: 77.000 Euro. Die Spur führte nach Marl. Jetzt ist einer der Täter verurteilt worden. Das Essener Landgericht hat am Montag zwei Jahre und neun Monate Haft verhängt – wegen Raubes. Richter Markus Dörlemann sprach von einem besonders „planvollen Vorgehen“.

Von Marl nach Gevelsberg

Es war eine E-Mail, die die Polizei auf die Spur des Angeklagten gebracht hatte. Nach mehreren Überfällen auf Geldtransporter war vor allem auch eine Famillie aus Marl ins Visier der Fahnder geraten. Bei einer Wohnungsdurchsuchung im vergangenen Jahr dann die Überraschung: Auch der bisher nicht geklärte Überfall auf die Sparclub-Kassierer in Gevelsberg ließ sich auf einmal zurückverfolgen. Wie sich herausstellte, war der Angeklagte aus Berlin angereist, um mit der Marler Familie gemeinsame Sache zu machen. Man kannte sich offenbar. Der 24-Jährige hatte aus seiner Heimatstadt auch den späteren Fluchtwagen mitgebracht – einen schwarzen Mercedes Benz, offiziell angemietet von seiner Mutter. Was er allerdings nicht bedachte: Das hochwertige Fahrzeug war mit einem GPS-Sender ausgestattet. Dadurch konnten die Fahrten von Marl nach Gevelsberg später rekonstruiert werden.

Es war gegen 14.30 Uhr, als die beiden Kassierer überfallen wurden. Sie hatten die Sparkassen-Filiale in Gevelsberg gerade verlassen, als von hinten plötzlich ein Mann angerannt kam und einem der Männer den Rucksack mit dem Bargeld von der Schulter riss. Für Gegenwehr blieb keine Zeit. Die Täter – darunter auch der nun angeklagte Vater aus Berlin – rasten sofort davon. Wie sich herausstellte, war eines der Opfer sogar ein Polizist, der von seinem Sparclub zum Kassenwart gewählt worden war. Auch er hatte die Täter wegen einer Fußverletzung nicht verfolgen können. Er musste sich von den Mitgliedern seines Sparclubs später schwerste Vorwürfe gefallen lassen. „Die haben mich fertig gemacht, weil ich nicht in Uniform und mit Waffe zur Sparkasse gegangen bin.“ Die Ersparnisse hatten am selben Abend ausgezahlt werden sollen. Viele hatten das Geld für Weihnachtseinkäufe eingeplant.

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