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Ali Mustafa weiß nicht, warum er 20 Euro Strafe zahlen muss. Polizist Erich Kunze erklärt es ihm.

Aktionstag

Polizei kontrolliert Geisterradler

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MARL - Zum Beginn der Saison informieren die Beamten vor Ort, welche Strafen für Falschfahren und andere Ordnungswidrigkeiten drohen.

Ali Mustafa hat heute doppeltes Pech. Zuerst zwingt ihn das kaputte Auto seines Kollegen, der ihn sonst immer zur Arbeit mitnimmt, zum Umsteigen auf das Fahrrad. Dann winkt ihn die Polizei auch noch aus dem Verkehr, weil er damit in der falschen Fahrtrichtung unterwegs war. Dafür sind 20 Euro fällig. Was genau Ali Mustafa verkehrt gemacht hat, erklärt ihm die Polizei, die in Marl jetzt eine weitere Aktion zum Thema „Radfahrsicherheit“, durchführte. Kontrollpunkte waren in Hüls und Brassert. „Geisterradler bleiben ein Dauerbrenner, weil sie in viele Unfälle verwickelt sind“, sagt Jörg Teichert von der Abteilung Verkehrsunfallprävention und Opferschutz der Polizei.

Wie viele Unfälle das in Marl zuletzt waren, kann Teichert auf Nachfrage nicht mitteilen, er verdeutlicht aber, wo dabei die Gefahr lauert: „Wenn Autofahrer aus einem Einmündungsbereich kommen, sehen sie gewöhnlich nach links. Einen Radfahrer von rechts bemerken sie dann aber zu spät. Dadurch kommt es zum Unfall.“ Deshalb sollten sich Radler an eine einfache Regel halten: „Immer rechts fahren, dann kann nichts passieren“, empfiehlt Jörg Teichert.

Auf den Schock folgt die Einsicht

„Leute, die wir wegen Geisterfahren stoppen, sind anfangs oft geschockt, zeigen sich dann aber meist einsichtig“, sagt Jörg Teichert über den Aktionstag. Strittig ist bei den knapp 20 erwischten Radlern aber die Höhe der Strafe. „10 anstatt 20 Euro hätten auch gereicht“, findet nicht nur Elke Regett.

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