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Tempo-30-Schilder für den Lärmschutz zeigen nach Angaben der Anwohner an der B 225 keine Wirkung. Der Schwerlastverkehr habe nicht abgenommen.

Lkw auf die Autobahn bringen

Alt-Marler drängen auf Schutz vor Lärm

MARL - Die lärmgeplagten Alt-Marler wollen nicht länger mit immer neuen Trassenplänen vertröstet werden. Sie drängen auf schnelle Lösung zur Entlastung der B 225 vom Schwerlastverkehr.

Seit dem Neujahrsempfang der CDU hat die Diskussion um die Alt-Marler Ortsumgehung zur B 225 wieder Fahrt aufgenommen. Die daraufhin von der SPD geäußerte Idee, eine Trasse großräumig und mitten durch Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet anzulegen, würde Anwohnern nicht nur eine schöne Aussicht auf die ländliche Umgebung nehmen. „Der Vorschlag hat für viel Unruhe gesorgt“, sagt Martin Boermann von der Bürgerinitiative Alt-Marl. Die Ortsumgehung steht nach wie vor – trotz jahrelanger Bürgerproteste – auf der Prioritätenliste im Bundesverkehrswegeplan. "Soll hier eine Straße gebaut werden, um später auch Industrie anzusiedeln?“, fragt sich Torsten Keuter von der Bürgerinitiative.

Störend finden die Alt-Marler an der neuen Diskussion um die Trassenführung aber vor allem, dass Maßnahmen zum Lärmschutz an der B 225 gar nicht zur Debatte stehen. Sie wären mit wenig Aufwand umsetzbar, so ihre Argumentation. Daran arbeiten sie seit Jahren in der Bürgerinitiative.

Fahrverbot gefordert

Auch unsere Zeitung hat darüber berichtet, wie sehr der Durchgangsverkehr mit schweren Lkw die Anwohner belastet. Nach dem Eindruck vieler Alt-Marler haben weder Tempo 30 von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens noch die Maut auf Bundesstraßen noch Geschwindigkeitskontrollen zu Zeiten der Tempo-30-Begrenzung etwas geändert. „Wir müssen den Lkw-Verkehr zurück auf die Autobahn bringen“, so Torsten Keuter. Ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen zum Beispiel sei dazu ein wirksames Mittel.

Diese und andere Forderungen liegen seit 2016 auf dem Tisch. Doch mit ihren Vorschlägen sind die Alt-Marler seitdem nicht weitergekommen. „Wir bekommen auch keine Antworten auf unsere Fragen“, so Torsten Keuter. So hat die Initiative nach wie vor nicht die geforderten belastbaren Zahlen zum Verkehrsaufkommen auf der B 225 bekommen. Die Alt-Marler sind die ergebnisoffene Diskussion um die Ortsumgehung mittlerweile leid. Sie fordern endlich bürgerfreundliche und schnelle Lösungen für die lärmgeplagten Alt-Marler.

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